Titelbild: State of the art.
09.11.2017 - Stefan Schwarz

State of the art.

Post-PC-Ära aus Sicht des Unternehmens.

Steve Jobs läutete im Jahr 2010 mit der Vorstellung des iPad die Post-PC-Ära ein und sorgte damit für jede Menge Gesprächsstoff. Wird ein iPad jemals den PC ersetzen? Es wurde viel über das Ob und Wie diskutiert. Es gab berechtigte Gründe dagegen und auch vieles, was dafürsprach. Wenn man sich die Aufzeichnungen des legendären letzten Interviews mit Walt Mossberg und Kara Swisher zur Eröffnung der All Things Digital Conference am 1. Juni 2010 noch mal ansieht, konnte Steve Jobs nicht konkret beschreiben, wie es passieren wird, aber er hatte keine Zweifel daran, dass es passiert. Letztlich lautet die eigentliche Frage nur noch, bis wann es in welchem Segment passiert. Er verglich damals die PC-Branche mit der Automobilbranche. Als die USA noch überwiegend ein Agrarstaat waren, bestanden die meisten Automobile aus Trucks. Mit fortschreitender Transformation der USA haben Pkws die Vorreiterrolle übernommen. In Städten waren andere Mehrwerte gefragt als die, die ein Truck den Menschen bot. Haben Pkws deshalb Trucks komplett verdrängt? Nein, es gibt immer noch viele Bereiche, in denen ein Truck sinnvoller ist als ein Pkw.

 

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Ähnlich ist es mittlerweile auch im Bereich iPad/iPhone versus PC. Private Endverbraucher haben die Vorzüge eines kleineren, mobileren Geräts gegenüber einem Desktop oder Notebooksystem schnell zu schätzen gelernt und mit der zunehmenden Entwicklung von individuellen Apps in ihren Alltag integriert. Wurden Laptops und PCs deshalb komplett ersetzt? Nein, sie haben nach wie vor ihre Daseinsberechtigung. Allein das Nutzerverhalten hat sich verändert bzw. dem aktuellen Zeitalter angepasst. Mobilität und ständiger Zugang zu Informationen sind wichtiger als die reine Leistung eines Geräts oder die Größe des Displays. Steve Jobs hat in diesem Eröffnungsinterview aber noch etwas sehr Interessantes geäußert, und zwar zum Thema Unterschiede im Geschäft mit privaten Endkunden im Vergleich zu dem Enterprise-Geschäft. Apples fundamentale Ausrichtung besteht darin, stets die besten Produkte zu entwickeln. Für Privatkunden sind die Spielregeln überschaubar: Man veröffentlicht ein Produkt, bewirbt es und jeder Verbraucher entscheidet als Individuum, ob ihm das Angebot gefällt und ob er es kaufen will oder nicht. Es ist relativ einfach und daraus resultiert Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Im Markt mit Geschäftskunden gelten diese Regeln nicht. Mitarbeiter können häufig nicht selbst bestimmen, welches Werkzeug bzw. welche Technologie sie verwenden wollen. Das Unternehmen gibt die Spielregeln vor und es bestimmen andere, welches Werkzeug zum Einsatz kommt. Leider wird dabei oft aus Kostengesichtspunkten entschieden und nicht aus der Perspektive, mit welchen Werkzeugen die Beschäftigten am effizientesten arbeiten oder den größten Kundennutzen erzielen können. In manchen Fällen soll angeblich sogar die IT nach den Faktoren entscheiden, was sich am einfachsten administrieren lässt. Die dortigen Entscheidungsträger sind laut Steve Jobs oft leider etwas „verwirrt“. Das ist aus meiner Sicht auch einer der wesentlichen Gründe dafür, dass sich Technologien im Geschäftskundenumfeld in der Vergangenheit langsamer verbreitet haben als im Privatkundenumfeld. Aber auch hier war es keine Frage, ob es passieren wird, sondern nur, wie schnell. Letztlich ist der Weg der gleiche. Unternehmen gehen ihn nur, aus teilweise auch nachvollziehbaren Gründen, langsamer als private Endverbraucher.

 

iPad Pro Business

 

Aus Sicht des Users ist das Nutzerverhalten sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld relativ ähnlich. Man kommuniziert über unterschiedliche Medien, man erledigt Dinge in Applikationen – und das am besten unabhängig vom Standort und/oder vom Device, das man gerade zur Verfügung hat. Deswegen gilt das iPhone aus Sicht des Anwenders seit Jahren als das beliebteste Smartphone und auch das iPad erfreut sich mit steigender Unterstützung der Applikationen immer größerer Beliebtheit im geschäftlichen Umfeld. Während anfangs Themen wie E-Mail-, Termin-, Aufgaben- und Kontaktmanagement im Vordergrund standen, weil es dafür bereits passende Apps gab, halten immer mehr und spezifischere Unternehmensworkflows Einzug in die mobilen Geräte. In nahezu jeder Branche und in jeder Stellenbeschreibung ist Mobilität ein wesentlicher Aspekt und wird in Zukunft noch wichtiger. Unternehmen werden sich noch mehr mit „Mobility“ auseinandersetzen und ihre Infrastruktur, Applikationen wie auch letztlich ihre Prozesse vollständig in die Cloud transferieren. Und weil Apple sowohl für den User als auch für das Unternehmen die beste Plattform bietet, werden iPhone und iPad auch im beruflichen Sektor eine noch größere Bedeutung gewinnen. Der gesamtheitliche Ansatz im Apple Ökosystem – angefangen von Rollout und Betreuung der Geräte über Sicherheit und langfristige Unterstützung durch Updates bis hin zur User Experience – ist einzigartig und sorgt für Sicherheit, Stabilität, Nutzerzufriedenheit und schließlich auch für höhere Produktivität im Unternehmen.

Mobile Device Management (MDM) und Device Enrollment Program (DEP) – Rollouts einfach gestalten

Mit der richtigen EMM/MDM-Strategie, gepaart mit dem Device Enrollment Program, sind Unternehmen in der Lage, den Rollout von einem, hundert oder mehreren Tausend Geräten zentral zu gestalten. Mittels Profile werden die Einstellungen des Users Accounts, die jeweiligen Unternehmensrichtlinien und die nötigen Apps direkt zugewiesen, ohne dass das Gerät selbst in die Hände eines Admins übergeben werden muss. Die Einstellungen können vom Anwender selbst nicht verändert werden und werden sogar nach einem manuellen Zurücksetzen auf Werkszustand bei einer Neuinstallation wieder vom MDM-Server auf das Gerät übermittelt. Veränderte Richtlinien, neue Apps und/oder Funktionen können jedem User drahtlos auf sein Gerät übermittelt werden, egal, an welchem Ort er sich gerade befindet. Einmal eingerichtet, ist die Verwaltung von zahlreichen iOS-Geräten für Unternehmen fast ein Kinderspiel.

Mehr Informationen zu DEP:
www.imotion-mobile.de/tag/dep/

 

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Sicherheit – Die Kombination aus Hardware und Software bietet den entscheidenden Vorteil

Das Thema Security gewinnt immer stärker an Bedeutung. Die landläufige Vorstellung, dass irgendwo ein paar Nerds sitzen und aus Langeweile Unfug treiben, hat sich mittlerweile sogar aus den Köpfen jener Menschen verabschiedet, die sich beruflich nicht mit IT beschäftigen. Das Geschäft mit illegalen Daten gilt als lukrativ und die hauseigenen Daten sind ein teures Gut. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch die großen Namen der Branche nicht vor Angriffen geschützt sind. Aus Sicht der Hacker ist dies nur nachvollziehbar. Warum sollte man sich nur auf Einzelpersonen fokussieren, wenn man auf der anderen Seite an Millionen von Nutzerdaten herankommen kann. Im iOS Security Guide beschreibt Apple den Aufbau des Sicherheitsstandards in iOS. Bereits in puncto Systemsicherheit bietet Apple ein Konzept aus Hard- und Software, das keine andere Plattform bieten kann. Zusätzlich basiert die App-Sicherheit in iOS auf dem Sandboxing-Prinzip, was bedeutet, dass jede App in iOS ihren eigenen Bereich zugewiesen bekommt, auf den nur die jeweilige App Zugriff hat. Zusammen mit den sogenannten Schutzklassen, die vom Entwickler für seine Apps und Dateien definiert werden, bietet iOS Technologien, die es dem Unternehmen mit einem MDM erlauben, die beruflichen Daten von den privaten Daten des Users zu trennen. Das Unternehmen kann vorgeben, welche Apps Zugriff auf die Daten haben und welche nicht, sodass beispielsweise Dokumente zwar per E-Mail versendet, aber nicht in Apps von sozialen Medien oder zu nicht freigegebenen Anbietern von Cloud-Speichern hochgeladen werden.

Mehr zum Thema Sicherheit lesen Sie unter:
www.imotion-mobile.de/tag/andreas-schenk/

Touch ID und Face ID

Das sicherste System wird ausgehebelt, wenn der User aus Bequemlichkeitsgründen kein bzw. nur ein sehr schwaches Passwort verwendet. Deshalb können Unternehmen mittels MDM die Spielregeln für das Passwort vorgeben. Weil ein langes Passwort für den User nicht sehr komfortabel ist, gibt es Touch ID und neuerdings auch Face ID. Beide Technologien ermöglichen es dem Anwender, komfortabler mit dem Gerät zu interagieren und trotzdem den vorgegebenen Sicherheitsstandard einzuhalten.

Softwareupdates

Apple unterstützt seine Geräte noch Jahre nach dem Verkauf mit der neuesten Software. iOS 11 ist beispielsweise noch mit dem iPhone 5s (Veröffentlichung im September 2013) und auf dem iPad Air (Veröffentlichung im Oktober 2013) kompatibel. Mitarbeiter können dadurch schnell und einfach auf den aktuellsten Softwarestand gebracht werden. Das hat für die IT den Vorteil, dass einerseits nicht mit Kompatibilitätsproblemen durch unterschiedliche Softwareversionen zu rechnen ist und auf der anderen Seite die Geräte immer dem aktuellsten Sicherheitsstandard entsprechen. Für den User sind schnelle Updates ebenfalls sehr ansprechend, weil er damit neue Funktionen erhält. Das Unternehmen kann neue Updates sehr schnell auf alle Geräte freigeben und somit dafür sorgen, dass ein einheitlicher Sicherheitsstandard gewährleistet wird.

App Store und Volume Purchase Program (VPP)

Im Apple App Store gibt es über 230.000 Business Apps, die bereits von den Anbietern auf die Post-PC-Geräte optimiert wurden und mit den hauseigenen Cloud Services zusammenarbeiten. Der App Store ist aber auch die optimale Distributionsplattform für eigens entwickelte Inhouse Apps. Durch den Freigabeprozess von Apps stellt Apple sicher, dass nur Apps auf das Gerät kommen, die den Standards von Apple entsprechen und von einem zertifizierten Entwickler stammen. Das Volume Purchase Program (VPP) ermöglicht es dem Unternehmen, Budgets zu vergeben, Apps zentral einzukaufen und über MDM an Mitarbeiter zu verteilen. Dabei bekommt jeder Beschäftigte nur die Apps, die für ihn bzw. seine Rolle sinnvoll und/oder freigegeben sind. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, kann die Lizenz zurückgenommen und an andere Mitarbeiter verteilt werden.

Mehr zum Volume Purchase Program von Apple:
www.imotion-mobile.de/tag/volume-purchase-program/

Preis-Leistung

Bei einer gesamtheitlichen Betrachtung ist der Preis für ein Device der geringste Kostenblock für ein Unternehmen. Die Kosten pro User für Lizenzen aller Art und vor allem Kosten für Support und indirekte IT-Kosten liegen um ein Vielfaches höher. Die lange Nutzungsdauer und hohe Wertstabilität von Apple Geräten werden nach wie vor häufig in der Kalkulation außer Acht gelassen. Bei der Einführung von Macs für Mitarbeiter im Jahr 2015 hat IBM eine End-to-End-Betrachtung der Kosten erstellt. Herausgekommen ist, dass das Unternehmen beim Einsatz jedes Macs 270 Dollar gegenüber einem Windows-PCs spart und die Anwender dabei noch zufriedener mit dem Gerät und dem IT-Support sind. Bei Geräten mit iOS- Betriebssystem sind die Kosten meiner Meinung nach noch geringer. User sind es aus dem Privatleben gewohnt, mit iOS-Geräten bzw. mobilen Betriebssystemen zu arbeiten. Wenn alles richtig konfiguriert ist, hat die IT keinen Aufwand mit den Geräten. Die Ausnahme ist, wenn ein Defekt am Gerät selbst vorliegt, aber auch hier läuft ein Restore mittels DEP und MDM von selbst, der Admin hat keinen Aufwand mit der Installation und Konfiguration des Geräts und der User kann seine Arbeit schnell wieder fortsetzen.

 

 

 

Fazit

Lkw oder Pkw? Mac oder iPad Pro? Meine Antwort darauf ist „Mac und iPad Pro“! Vor einem Jahr haben wir unternehmensweit Office 365 eingeführt. Im Büro arbeite ich an einem PC, in Meetings und unterwegs mit meinem iPad Pro und zu Hause an meinem Mac. Ich erstelle ein Dokument und Notizen im Büro und arbeite daran nahtlos weiter, egal, wo ich gerade bin bzw. an welchem Gerät ich gerade tätig bin. Jetzt könnte man sagen, dass man unterwegs genauso mit einem Notebook arbeiten kann und man dafür kein iPad Pro benötigt. Fest steht, dass ich mein MacBook Pro nur noch selten mitnehme und mobil mittlerweile lieber mit dem iPad Pro arbeite. Es gibt Prozesse, die vom Unternehmen noch nicht vollständig auf mobilen Geräten angeboten werden. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis der Großteil der Anwender vollständig in der Lage ist, jede Aufgabe geräteunabhängig zu erledigen. Die digitale Transformation verändert, wie wir arbeiten und mit anderen kommunizieren. Technologien wie VR oder KI werden Cloud Services und Apps intelligenter machen, Informationen selbstständig aufbereiten und aufgrund von Standardisierung viel schneller als früher für alle User zugänglich sein. Sowohl der Mitarbeiter als auch das Unternehmen werden davon profitieren, intelligentere Entscheidungen treffen und so ihren Kunden einen besseren Service bieten. Vorsprung durch Digitalisierung.
Stefan Schwarz
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Stefan Schwarz

Business Development Manager

Stefan Schwarz ist als Business Development Manager Apple bei ALSO für die Entwicklung des B2B und Education Geschäfts im Apple Markt verantwortlich. Neben den Apple Bereitstellungsprogrammen (DEP & VPP) und AppleCare ist er Ansprechpartner für die Apple Version der E-Commerce Lösung ALSO MyStore (–professionelle E-Commerce-Lösung für Apple Partner). Privat ist der 37-Jährige Familienvater passionierter Fotograf, überzeugter Apple User und leidenschaftlicher Basketball Spieler.

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