Titelbild: Kraft. Eleganz. Power.
07.11.2018 - Anton Ochsenkühn

Kraft. Eleganz. Power.

Die besten Gründe für einen Mac als Arbeitsplatzrechner.

Wer heute einen Arbeitsplatz mit einem Rechner ausstatten will, kann auf eine Fülle von Gerätetypen zurückgreifen. Soll es ein Notebook, ein All-in-One-Rechner oder ein klassischer Desktop sein? Ist diese Frage beantwortet, hat man eben noch lange nicht das Ende der Entscheidungsfindung erreicht: Welches OS soll zum Einsatz kommen? Ein Marktanteil von über 90 % macht Windows zum unangefochtenen Marktführer in Sachen Betriebssysteme für Computer. Also ist damit die Entscheidung getroffen. Sack zu – alles gut!

Aber vielleicht wäre es doch einen Versuch wert, mal andere Wege zu beschreiten. Warum nicht einen Mac für den Arbeitsplatz verwenden? Große Unternehmen wie IBM oder auch Axel Springer haben es vorgemacht und – so viel sei schon an dieser Stelle verraten – sind extrem glücklich und zufrieden mit dieser scheinbar alternativen Lösung.

Lassen Sie sich also mal auf das Gedankenspiel ein „Was wäre, wenn …?“.

 

1. Ein Mac-Computer ist doch sehr teuer …

Ja klar, sicher, mmh – ehrlich? Es ist im IT-Geschäft eine Binsenweisheit, dass sich der Preis eines Geräts aus zwei großen Teilen zusammensetzt: den Anschaffungskosten und eben den Betriebskosten. Der Bereich Betriebskosten teilt sich dabei in zahlreiche Unterposten auf: Installationsaufwand, Einweisung der Mitarbeiter, Helpdeskkosten, Back-up-Lösungen, Ausfallzeiten etc. Will man alle Ausgaben addieren, dann hat sich der Begriff TCO hierfür etabliert. Hierbei werden alle Kosten über die Laufzeit der Nutzung des IT-Geräts zusammengefasst (Total Cost of Ownership). Vermeintlich günstige Hardware kann hierbei im Laufe der Zeit aufgrund von Ausfallzeiten und anderen Unannehmlichkeiten bisweilen sehr teuer werden.

Mac-Computer hingegen punkten durch äußerst geringe Betriebskosten. Es sind kaum Ausfallzeiten aufgrund von Hardwaredefekten zu verzeichnen. Selbst die Anzahl der Helpdeskanfragen liegt im Regelfall nur bei rund 20 % im Vergleich zu einem Windows-Umfeld. Die anfänglich höheren investiven Kosten eines Mac-Systems amortisieren sich somit im Laufe der Zeit durch extrem niedrige Auslagen bei der Verwendung der Gerätschaften. Das liegt sowohl an der engen Verzahnung von Hardware und Software, die beide von Apple fein aufeinander abgestimmt zur Verfügung gestellt werden, als auch an der hohen Qualität der Hardware.

Viele Anwender schätzen die Gesamtperformance des iPhones oder iPads und bei Verwendung eines Mac-Rechners erhalten sie eben die gleiche Qualität. Ach ja – nicht vergessen darf man bei der ganzen Kalkulation, dass Macs auch nach vielen Jahren im Einsatz noch immer extrem hohe Gebrauchtmarktpreise erzielen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Apple bestehende Hardware noch über einen langen Zeitraum mit OS-Updates versorgt und die Geräte dadurch lange Laufzeiten aufweisen.

 

 

2. Gibt es für den Mac eigentlich Standardsoftware?

Wer mit einem Mac beginnen möchte, der will natürlich da anfangen, wo er mit dem vorherigen Rechner aufgehört hat. So sollen die bestehenden Dokumente weiterbearbeitet werden können. Und das reibungslos und nach Möglichkeit irgendwie noch besser, ja einfacher, wenn das überhaupt geht …

Aber der Reihe nach: Wer in Büroumgebungen arbeitet, nutzt mit großer Wahrscheinlichkeit Produkte von Microsoft wie eben Outlook, Word, Excel oder PowerPoint. Alle diese Software-Apps sind natürlich für den Mac (übrigens auch für das iPad) verfügbar. Da das Stichwort Outlook schon gefallen ist, hier noch der zusätzliche Hinweis, dass natürlich auch der Zugriff auf Exchange damit funktioniert. Netzwerkweite Ressourcen wie Fileserver oder SharePoint bleiben auch dem Mac nicht verwehrt. Also kann man mit dem Mac einfach loslegen. Doch damit nicht genug: Das Mac-Betriebssystem namens macOS bietet darüber hinaus einige extrem pfiffige sowie zeitsparende Zusatzfunktionen an, die sich im Alltag als sehr nützlich erweisen.

Da wäre beispielsweise die Funktion namens „Übersicht“. Tippt man eine Datei mit der Leertaste an, öffnet sich umgehend ein schwebendes Übersichtsfenster, das den Einblick in die Datei gewährt, ohne hierfür eine App zu starten, geschweige denn diese überhaupt lokal auf dem Rechner installiert haben zu müssen. Macht man das beispielsweise mit einer PDF-Datei, dann kann man locker durch alle Seiten hindurchblättern und, wenn es sein muss, wiederum direkt und ohne Umwege sogleich Kommentare bzw. Notizen dort einbringen. Selbstverständlich klappt das mit „Übersicht“ ebenso für Office-Dateien – egal, ob es sich um eine PowerPoint-Präsentation oder eine umfangreiche Excel-Arbeitsmappe mit vielen Tabellen handelt. Allein diese Funktion spart täglich einiges an Zeit, weil man immer vor dem Öffnen einer Datei prüfen kann, ob es auch die richtige Datei ist. Und selbstredend können Sie auf Anhieb mehrere Dutzend Dateien gemeinsam markieren und via „Übersicht“ gesammelt in einer Vorschau begutachten.

Eine weitere, sehr elegante Funktion in macOS ist die systemweite Verfügbarkeit der PDF-Funktionalität. So kann man in jedem Programm ohne Zusatzsoftware Dateien in das PDF-Format umwandeln. In diesem Fall zieht man PDF-Dateien einfach auf das Icon des Druckers und schon startet der Ausdruck – einfach so.

Und sollten Sie Spezialsoftware im Einsatz haben, für die es keine Mac-Portierung gibt, dann heißt das Zauberwort hierfür Virtualisierung. Sowohl Parallels Desktop als auch VMware Fusion stehen zur Verfügung, um Ihre Software auf dem Mac laufen zu lassen.

Und noch ein Pluspunkt: Auf dem Mac gibt es eine kostenfreie Dienstprogramme-App namens Migrationsassistent. Der Name ist hier Programm: Damit wird ein PC mit Windows ohne Aufwand mit allen seinen Daten und Einstellungen auf den Mac übertragen. Ganz simpel!

 

3. Wie sieht es mit Sicherheit und Datenschutz auf dem Mac aus?

„Apple Produkte sind gemacht, um Großartiges zu tun. Und um deine Privatsphäre zu schützen. Bei Apple sind wir überzeugt, dass Datenschutz ein grundlegendes Menschenrecht ist.“ Bei jeder Gelegenheit wird seitens Apple betont, dass die persönlichen Daten eines jeden Anwenders auch privat bleiben müssen. Apple verdient als Unternehmen sein Geld mit dem Verkauf hochwertiger Geräte mit vielseitig einsetzbarer Software.

Dass Apple den Datenschutz extrem ernst nimmt, zeigt sich auf einem Mac-Computer an verschiedenen Stellen. So werden beispielsweise spezielle Hardwarebausteine wie der T2-Chip in das brandneue MacBook Pro bzw. in den iMac Pro eingebaut, die das Fremdbooten des Rechners unterbinden und direkt alle Daten auf den internen SSDs verschlüsseln. Selbst softwareseitig wird einiges unternommen, um die Datensicherheit zu maximieren. So können alle Anwender über die Systemeinstellungen unter „Sicherheit bei Datenschutz“ definieren, welche Apps welche Bestandteile des Rechners wie zum Beispiel die Kamera nutzen dürfen.

Mit zwei Klicks ist die integrierte Firewall aktiviert und wer es besonders sicher haben will, der schaltet den Tarnmodus zu und kann damit nahezu unsichtbar im Internet navigieren. Der Safari-Standardbrowser am Mac wird von Apple permanent weiterentwickelt, sodass das Tracking und Nachverfolgen beim Surfen im Internet entsprechend unterbunden werden.Anwender, die bereits iPhone oder iPad nutzen, kennen die hohe Qualität der 2FA (Zweifaktorauthentifizierung) für die Apple-ID, die selbsverständlich am Mac ebenfalls zum Einsatz kommen kann.

 

4. Gibt es beim Mac auch so viel Ungeziefer wie zum Beispiel Viren und Trojaner?

Mag sein, aber der Festung Mac kann das eben nichts anhaben. Denn genauso wie bei iOS auf dem iPhone bzw. iPad laufen alle Apps in einer sogenannten Sandbox. Damit dürfen Programme sich eben nur innerhalb ihres Sandkastens austoben, jedoch nicht auf andere Apps bzw. Systemfunktionen zugreifen. Hätte also ein Programm einen zerstörerischen Inhalt, dann kann es damit lediglich den eigenen Sandkasten aufwühlen oder gar zerstören, aber eben keine anderen Dinge in Mitleidenschaft ziehen.

Zudem hat macOS weitere Sicherheitsmechanismen integriert, um Angriffe von außen abwehren zu können. Neben den bereits erwähnten Funktionen wie Firewall und Tarnmodus gibt es den sogenannten Gatekeeper (Türsteher). Der kümmert sich darum, dass ausschließlich Apps von zertifizierten Entwicklern auf einem Rechner installiert werden dürfen. Hierfür bietet Apple den Mac App Store an, der genauso wie unter iOS von Apple geprüfte und zertifizierte Programme für jeden Anwender zur Verfügung hält.

Bei vielen neuen MacBook-Pro-Modellen und bei allen iMac Pro kommt zudem der von Apple entwickelte T2-Chip zum Einsatz. Er überwacht die Konsistenz des Betriebssystems über das sogenannte Startsicherheitsdienstprogramm. Stellt der Chip fest, dass macOS manipuliert wurde, wird das Starten des Rechners blockiert, damit die eingeschleuste Schadsoftware keine weiteren Schäden anrichten kann.

Übrigens: Viren oder Trojaner, die für Windows-Systeme programmiert wurden, sind auf dem Mac völlig unwirksam. Wird also beispielsweise über E-Mail-Anhänge eine derartige Ungeziefersoftware verbreitet, so ist das dem Mac-Computer völlig egal, weil wirkungslos.

 

 

5. Und wie verhält es sich mit Peripheriegeräten?

Vor circa 20 Jahren hatte ein Mac das klassische Mac-Betriebssystem. War die Anschaffung einer Gerätschaft (Drucker, Kamera, Scanner, Maus etc.) geplant, musste geprüft werden, ob auch die entsprechenden Mac-Treiber zur Verfügung standen. Aber das ist eben eine alte Geschichte. Denn macOS ist ein Unix-basiertes OS und kann nicht nur mit faktisch allen Geräten nahtlos zusammenarbeiten, sondern darüber hinaus beispielsweise die Schriften von Windows-Rechnern verwenden, um die Dokumente auf einem Mac auch genauso aussehen zu lassen wie beim Original. Deshalb wird jeder Mac mit Standardschnittstellen ausgeliefert. Somit kann man neben WLAN natürlich auch auf Bluetooth, USB und Ethernet zugreifen. Kommt etwa ein iMac Pro zum Einsatz, dann besteht die Möglichkeit, über Ethernet mit bis zu 10 Gbit/s zu arbeiten. Die internen SSDs sind in der Lage, mit 3 GByte je Sekunde Daten zu liefern. Und nicht nur das – auch die Schreibgeschwindigkeit liegt auf demselben Niveau.

Aber nochmals zurück zu den Anschlussmöglichkeiten für externe Gerätschaften: An einem iMac sind neben USB 3 mittlerweile USB-C-Schnittstellen verfügbar. Diese werden übrigens ebenso bei den tragbaren Macs eingesetzt. Das erlaubt neben einer Übertragung bis zu 40 GBit/s auch den Anschluss von externen Festplatten bzw. RAID-Systemen mit extrem hoher Performance. Genau diese Power wird vor allem im Fall von Videoschnitt dringend benötigt. Selbst externe GPUs (Grafikkarten) finden damit Anschluss und werden von macOS softwareseitig unterstützt. In der Summe gibt es deshalb faktisch nichts, was nicht funktionieren würde.

Ach ja – besonders elegant ist selbstredend die Verbindung zu iOS-Geräten wie iPhone und iPad. So können Sie beispielsweise mit macOS Mojave – dem aktuellsten Betriebssystem – das iPhone als Dokumentenscanner bzw. Kamera nutzen. Dadurch sind Sie in der Lage, Formulare mit dem iPhone zu fotografieren und drahtlos in eine E-Mail zu integrieren. Über andere Kontinuitätsfunktionen nutzen Sie das iPhone als Gateway, um direkt vom Mac aus zu telefonieren oder SMS-Nachrichten zu verfassen. Und haben Sie zum Beispiel damit begonnen, eine E-Mail zu schreiben, dann können Sie die Arbeit am iPad einfach fortsetzen, und zwar an der Stelle, an der Sie am Rechner aufgehört haben.

 

6. Gibt es auf dem Mac Funktionen, die es woanders nicht gibt?

Ja, die gibt es! Über das sogenannte DEP (Device Enrollment Program) können Unternehmen und Organisationen vorkonfigurierte Systeme schnell, einfach und individuell konfiguriert ausrollen. Durch die Anbindung an MDM-Systeme werden die Rechner fortan drahtlos betreut. Damit ist es ein Leichtes, Updates auf Systeme einzuspielen, Softwarelizenzen zu verwalten und vieles mehr.

Sind die Mac-Arbeitsplätze spezifiziert, dann können die Anwender mit einer Fülle cleverer Funktionen noch komfortabler arbeiten. Hier ist in erster Linie Spotlight zu erwähnen. Die indexbasierte Suchfunktion kennt jedes Wort in jeder E-Mail, jedem Office-Dokument, in jeder PDF-Datei etc. Somit erhält man in Sekundenbruchteilen Zugriff auf sämtliche Informationen. Wenn Sie also beispielsweise „alle E-Mails von der Firma xy, die gestern empfangen wurden“ suchen, stehen Ihnen im Nu alle relevanten Informationen zur Verfügung. Abgelegte Dateien können über die sogenannten Tags mit Zusatzinformationen belegt werden. Wenn Sie ein Dokument ablegen, müssen Sie sich generell für einen Ablageort und einen Dateinamen entscheiden. Die Farbgebung der Tags ermöglicht es Ihnen, Eigenschaften wie „Dringend“, „Muss ich nochmals überarbeiten“, „Im Team noch besprechen“, „Bis Ende Monat erledigen“ usw. hinzuzufügen. Natürlich können Sie diese Kriterien ebenso für Suchanfragen nutzen.

Darüber hinaus erstellt macOS jede Stunde via Time Machine ein Back-up aller Daten, die sich in der Zwischenzeit geändert haben. So wird der Zugriff auf eine Dateiversion, die vor einigen Tagen gespeichert wurde, zum Kinderspiel. Apps wie Pages, Numbers, Keynote (kostenlose Office-Programme von Apple) unterstützen die Funktion „Versionen“: Damit können Sie jederzeit zu einer vorherigen Dokumentenversion zurückkehren und diese nochmals überarbeiten.

 

Fazit

Wenn Sie bereits ein iPhone oder iPad nutzen, dann kennen und lieben Sie den Ease of Use dieser Gerätekategorie. Würden Sie nun noch einen Mac-Computer als Arbeitsplatz verwenden, dann könnten Sie dort die gleiche Leichtigkeit in der Bedienung erleben. Alle Apple Rechner sind bemerkenswert leistungsfähig. Ein tragbares MacBook Pro verbindet elegantes Design mit hoher Akkulaufzeit. iMac-Modelle glänzen durch herausragende Displays und Rechenleistung satt.

Anton Ochsenkühn
#Anton Ochsenkühn

Anton Ochsenkühn

IT-Berater, Trainer, Buchautor, Verleger

Anton Ochsenkühn arbeitet seit 30 Jahren an und mit Apple Computern. Als IT-Berater, Trainer, Buchautor und Verleger kennt er alle Produkte von Apple im Detail. Durch seinen Developer-Status bei verschiedenen Softwarefirmen gestaltet er die Zukunft der IT maßgebend mit.

www.amac.de

https://www.linkedin.com/in/anton-ochsenkuehn-58271a2a/

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