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Titelbild: Klein, aber oho!
27.05.2019 - Michael Meinert

Klein, aber oho!

Das neue iPad mini

Es gibt sperrige Wörter, die sich glücklicherweise sehr anschaulich erklären lassen. Nehmen wir beispielsweise den Begriff „Produktdiversifikation“. Der Duden informiert uns hier noch etwas holprig mit folgender Definition: Ausweitung des Sortiments eines Unternehmens auf neue, bis dahin nicht erzeugte oder angebotene Produkte. Doch was können wir uns praktisch darunter vorstellen? Eine solche Produktdiversifikation liegt zum Beispiel dann vor, wenn Ihre Lieblingseisdiele plötzlich Avocado Eis anbietet, weil das 2019 der heiße (beziehungsweise kalte) Trend wird. Oder wenn ein Schokoladenfabrikant eine Tafelschokolade speziell für die Zielgruppe ab 45 Jahren anbietet (und dabei übrigens auch an der Preisschraube dreht). Es geht also darum, das Sortiment so zu erweitern, dass man neue Zielgruppen gewinnen oder bestehende Kunden noch besser ansprechen kann.

4 iPad mini Cell mit Apple Pencil

Selbstverständlich beherrscht Apple auch diese Kunst perfekt. Damit meine ich weniger die diversen Farbvarianten beim neuen iPhone XR oder den saisonalen Armbändern für die Apple Watch (welche Gerüchten zufolge sogar bereits im Handel gesichtet worden sein sollen), sondern die Modellvielfalt an sich. Dass ein zu breites Portfolio auch eine Belastung oder gar ein Risiko sein kann, musste Apple bereits 1997 lernen. Eine der ersten Amtshandlungen von Steve Jobs nach seiner Rückkehr von NeXT war die drastische Reduktion der Produktlinien, um den Entwicklern wieder den Blick auf das Wesentliche frei zu machen: die Schaffung von Mehrwerten für uns Kunden. Apple kennt daher die Gefahren eines zu breiten Produktportfolios nur zu gut und erweitert respektive pflegt seine Modellreihen entsprechend mit Bedacht. Ein gutes Beispiel dafür ist das neue iPad mini, das im März 2019 vorgestellt wurde.

 

Kompaktes Design, hohe Rechenleistung.

Das iPad mini hat mit seinem 7,9“-Retina-Display ein äußerst kompaktes Design, weist mit nur 300 g ein erfreulich leichtes Gewicht auf und passt mit schlanken 6,1 mm Tiefe in nahezu jede Tasche. Das macht ihn zum perfekten mobilen Begleiter für unterwegs – der in der neuen Version sogar noch besser geworden ist. Genau wie das iPad Air (2019) verfügt das iPad mini dank des A12 Bionic Chips mit Neural Engine über höchste Rechenleistung. Diese Power ermöglicht nicht nur das nahtlose Arbeiten mit Office-Anwendungen, sondern auch Bild- und Videobearbeitung, Augmented Reality und sogar Spiele auf Konsolenniveau. Das Retina-Display bietet das bewährte True Tone Feature, passt also den Weißabgleich dynamisch dem Umgebungslicht an. Das sorgt für augenschonende und brillante Bilder sowie eine gute Lesbarkeit. Die Antireflexbeschichtung steigert dabei die Lesbarkeit im hellen Sonnenlicht. Die 8-Megapixel-Rückkamera nimmt, wie gewohnt, großartige Fotos und Videos auf, während sich die 7-Megapixel-FaceTime-HD-Kamera ideal für Videokonferenzen eignet. Diese technische Qualität gab es bis dato noch nicht in einem so kompakten Tablet. Apple selbst spricht davon, dass das neue iPad mini bis zu 3-mal schneller ist als sein direkter Vorgänger, das iPad mini 4.

 

iPad mini Videoschnitt

Nicht nur was für Zuhause.

Doch warum hat Apple dem iPad mini eigentlich ein Update spendiert? Wird das Produkt in Zeiten von immer größer werdenden Displays überhaupt noch gebraucht? Die Antwort ist einfach. Ja, in jedem Fall! Die Zielgruppe besteht nämlich weniger aus privaten Konsumenten, die gerne mit einem leichten und kompakten Tablet auf der Couch surfen wollen. Stattdessen richtet sich das iPad mini an gewerbliche Kunden, also den B2B-Bereich. Einsatzgebiete sind hier beispielsweise der Außendienst, die Produktion oder auch die POS-Pflege im Einzelhandel. Eben überall dort, wo mobiles Arbeiten im Vordergrund steht. Durch die Unterstützung des Apple Pencil sind Anwender ab sofort noch flexibler aufgestellt, denn handschriftliche Anmerkungen in Notizen, Fotos oder PDF-Dokumenten können das Arbeitsleben ungemein erleichtern.

 

Michael Meinert
#Michael Meinert

Michael Meinert

Leiter Business Unit Apple

Michael Meinert ist bei ALSO verantwortlich für die Business Unit Apple und beschäftigt sich damit privat wie beruflich mit seinem Lieblingshersteller. In einem überwiegenden Großteil der Zeit macht ihm das auch Spaß. Sein berufliches Projekt für 2019 heißt „New Work“ und hat als Ziel, die starre Arbeit am Firmen-Desktop durch mobile und flexible Workflows am iPad Pro zu ersetzen. Privat wird der Schwerpunkt auf der Fotografie mit seinem neuen iPhone X und der Adobe Creative Cloud liegen. Übung macht (hoffentlich) den Meister.

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