Titelbild: Kreativität lernen.
17.09.2018 - Michael Meinert

Kreativität lernen.

Wie Apple und das iPad das Bildungswesen verbessern.

Kreativität beschreibt die Fähigkeit, etwas Neues zu erschaffen, also schöpferisch und gestalterisch tätig zu sein. Der Mensch ist von Geburt an kreativ. Es ist erwiesen, dass bereits Säuglinge Reize aus ihrer Umwelt wahrnehmen und diese aktiv verarbeiten. Ab da geht es steil aufwärts, wie alle Eltern bestätigen können, die abends die Überbleibsel der täglichen Abenteuer wegräumen dürfen.

Egal ob Holzspielzeug, Lego-Steine, Knetmasse oder selbst gemalte Kunstwerke, die statt in Galerien an Kühlschränken hängen – vor allem Kinder können aus wenigen Hilfsmitteln ganze Welten erschaffen und sich stundenlang darin aufhalten. Daher träumen Kinder auch eher davon, später einmal Astronautin oder Tierarzt zu werden, statt von einer Beförderung ins mittlere Management. Spätestens das Schulsystem setzt diesem angeborenen Drang, Neues zu entdecken und zu erschaffen, ein jähes Ende. In deutscher Gründlichkeit werden hier seit vielen Jahren Menschen auf ein Leben als Zahnräder in Firmen oder Universitäten vorbereitet.

Wir blicken also auf eine Verkalkung, die durch überholte Anforderungen der deutschen Wirtschaft entstanden ist: Man benötigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bestimmte, klar definierte Aufgaben erledigen. Täglich. Unveränderlich. Bis zur Rente. Doch die Welt hat sich gewandelt, denn solche Aufgaben werden zunehmend zur Ausnahme.

Mehr als das: Je nachdem, welche Studie man über Industrie 4.0 liest, entfallen diese Aufgaben durch die Digitalisierung früher oder später. Unsere Arbeitswelt benötigt bereits heute gut ausgebildete und vor allem geistig flexible Fachkräfte, welche die (meist noch unkonkreten) Anforderungen der Digitalisierung meistern können. Mit anderen Worten: kreative Menschen. Gut, dass auf Kalk ganze Korallenriffe wachsen können – auch für das deutsche Bildungssystem ist es daher nicht zu spät. Apple hat sich seit jeher als Unternehmen präsentiert, das vor allem kreativen Menschen einen Mehrwert bietet. Das bekannteste Beispiel hierfür ist sicherlich die Werbekampagne „Think different“, welche von 1997 (nach Steve Jobs’ Rückkehr) bis 2002 in Werbespots und Anzeigen ein Schlaglicht auf Apples DNA warf.

 

 

Jeder kann programmieren

Seither unternahm Apple ein ums andere Mal Anstrengungen, um junge Menschen den Zugang zu Werkzeugen, Anleitungen und Inspirationen zu ermöglichen. Eines der neueren Beispiele ist die Offensive „jeder kann programmieren“. Apple verfolgt dabei den Ansatz, dass jeder von uns die Fähigkeit besitzt, Code zu schreiben, also zu programmieren. Hierzu hat Apple schon 2014 die Programmiersprache Swift veröffentlicht, mit der man Apps für iOS, macOS, WatchOS oder Apple TV entwickeln kann. Mit Swift Playgrounds wurde 2016 eine App für das iPad nachgereicht, die das Erlernen von Swift deutlich leichter und obendrein unterhaltsamer machen soll. Diese App richtet sich an alle Anfänger, die unabhängig vom eigenen Alter in die Welt des Programmierens hineinwachsen wollen.

Man erlernt dabei am iPad spielerisch die ersten Grundlagen von Swift und meistert neue Herausforderungen. So bekommt man Schritt für Schritt ein Gefühl dafür, welche kreativen Möglichkeiten jeder von uns beim Programmieren ausleben bzw. wiederentdecken kann. Hierfür hat Apple auch umfangreiche Unterlagen und Anregungen entwickelt, welche Lehrern die Möglichkeit bieten, das Programmieren in den Unterricht einzubinden. Doch es geht um mehr. Apple sieht das iPad als das perfekte Produkt an, mit dem die Bildung digitalisiert werden kann. Gerade das iPad der 6. Generation liefert hierfür jede Menge gute Argumente: Es ist ein leichtes und mobiles Tablet mit einer Akkulaufzeit von 8 Stunden, das sich per Finger (Multi-Touch), mit einem Stift (Apple Pencil oder Logitech Creator) oder einer Bluetooth-Tastatur bedienen lässt. Es bringt eine hochauflösende Kamera mit, ein modernes, direkt auf die Hardware zugeschnittenes Betriebssystem und eine überragend große Auswahl an Apps, viele davon kostenlos. Zudem bietet es Leistung, um alles machen zu können – egal, ob es um Bildbearbeitung, Videoschnitt, Programmieren oder das Hineinschnuppern in Technologien wie Augmented Reality geht. Augmented … was? Einfach gesprochen, geht es darum, die sichtbare Realität um weitere Informationen anzureichern. Als Beispiel nimmt die Kamera des iPads die Sterne am Nachthimmel oder die Kirche im Urlaubsort auf und Apps zeigen weitere Informationen dazu auf dem Display an, und zwar direkt im aufgenommenen Videobild. Ich erfahre also, wie die Sternenformation am Himmel heißt oder wer die Kirche gebaut hat. Ach ja, kann sich noch jemand an den Hype rund um Pokémon Go erinnern? Auch bei dieser App handelt es sich um einfache Augmented Reality. Einen ersten Eindruck vom Start der AR im Apple-Universum bietet übrigens diese Webseite:

www.apple.com/de/ios/augmented-reality/

 

 

 

iPad im Unterricht

Doch moderner Unterricht sollte sich nicht nur an neuer Technologie orientieren. Es geht vor allem darum, dass sich Frontalunterricht zum kreativen und lösungsorientierten Lernen in kleineren Arbeitsgruppen wandelt. Es gilt, Wissen so zu vermitteln, wie es am besten verstanden wird – in bewegten Bildern, ansprechend visualisiert und stets auf dem aktuellen Stand. Und es geht weiterhin darum, dass sich jeder am Unterricht beteiligen kann. Gerade bei Letzterem ist Apple dank der in iOS eingebauten Bedienungshilfen schon immer ein Vorreiter gewesen und baut heute mit Technologie sogar Brücken für viele Menschen. Abschließend sei noch erwähnt, dass Apple auch Lehrkräften viele nützliche Tools und Informationen an die Hand gibt, die den Einstieg in das digitale Bildungswesen erleichtern. Die Classroom App ist der perfekte Assistent für Lehrkräfte. Er unterstützt sie dabei, die Schüler durch den Unterricht zu führen, ihren Fortschritt zu prüfen und sie zu motivieren.

Die Schoolwork App erleichtert die Zuteilung von Hausaufgaben, Arbeitsblättern sowie weiteren Unterlagen und Apps an jeden einzelnen Schüler. Zudem sorgt die Funktion „Geteiltes iPad“ dafür, dass sich mehrere Schüler ein iPad teilen können und doch jede Schülerin und jeder Schüler seine individuelle Lernumgebung vorfindet. Dabei legt Apple, wie immer, höchsten Wert auf den Datenschutz im Bildungsbereich und sorgt dafür, dass iPads schnell und einfach in die IT-Landschaft der Schulen integriert werden können.Wird nun alles von selbst gut? Natürlich nicht. Aber Apple bietet eine Vielzahl von Lösungen, Tools und Inspirationen, damit Bildung vor allem wieder spannend und kreativ wird. Wer hierzu weitere Informationen und Anregungen sucht, wird bei den motivierenden TED-Vorträgen des britischen Autors Sir Ken Robinson fündig – ein seit vielen Jahren international anerkannter Berater auf dem Gebiet der Gesellschaftsentwicklung durch Bildung und Kreativität.

 

Michael Meinert
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Michael Meinert

Leiter Business Unit Apple

Michael Meinert ist bei ALSO verantwortlich für die Business Unit Apple und beschäftigt sich damit privat wie beruflich mit seinem Lieblingshersteller. In einem überwiegenden Großteil der Zeit macht ihm das auch Spaß. Sein berufliches Projekt für 2018 heißt „New Work“ und hat als Ziel, die starre Arbeit am Firmen-Desktop durch mobile und flexible Workflows am iPad Pro zu ersetzen. Privat wird der Schwerpunkt auf der Fotografie mit seinem neuen iPhone X und der Adobe Creative Cloud liegen. Übung macht (hoffentlich) den Meister.

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