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Titelbild: iMac Pro – die ersten 50 Tage.
02.02.2018 - Stefan Schwarz

iMac Pro – die ersten 50 Tage.

Zeit für ein erstes Fazit.

In unserem ersten Bericht im Vorfeld zur Veröffentlichung des iMac Pro haben wir uns auf die zu diesem Zeitpunkt bekannten Fakten konzentriert, denn Praxisberichte gab es damals schlichtweg noch keine. Nun, 50 Tage nach der Veröffentlichung sind viele Berichte und Videos zum iMac Pro verfügbar. Ein Grund für uns um ein erstes Fazit zu ziehen.

In der Einstiegskonfiguration startet das Gerät bei einem UVP von 5499 €. In der maximalen Ausbaustufe landet man bei über 15.000 € für den bisher leistungsfähigsten Mac aller Zeiten. Zweifelsohne viel Geld für einen Computer aber hierzu später mehr.

Die technischen Daten des iMac Pro waren bereits im Vorfeld bekannt. Dennoch gab es mit dem T2-Chip aus dem Hause Arm eine kleine Überraschung. Dieser kümmert sich um den reibungslosen Ablauf des Systems und ist für wichtige Sicherheitsfunktionen (wie z.B. Echtzeit-Verschlüsselung der Daten) verantwortlich. Zudem übernimmt er die Steuerung von diversen Komponenten wie z.B. der FaceTime-Kamera, der Stereo-Lautsprecher oder Display-Hintergrundbeleuchtung. Er ist für die SSD-Verwaltung und das Hitzemanagement verantwortlich und entlastet so CPU und GPU. In der Praxis hat das für den User zwei Vorteile. Die Systemsicherheit wird erhöht und die Auslastung wird auf mehrere Schultern verteilt, was viele alltägliche Aufgaben beschleunigen und für den User angenehmer gestalten wird.

 

Performance

Im Bereich Performance gibt es mittlerweile sehr viele Inhalte im Netz. Leider oft auch mit sehr wenig Informationsgehalt. Ich will daher auf einige Quellen verweisen, die gute und praxisorientierte Tests in unterschiedlichen Bereichen erstellt haben. Einem potentiellen Käufer können diese Informationen im Vorfeld die Auswahl des richtigen Geräts erleichtern.

 

Quelle

Barefeats.com (Audio, Video)

Diglloyd.com (Fotografie, Software Entwicklung)

Max Yuryev (Video, Foto)

AppleInsider.com (Video, Foto)

Hrtapps.com (Engineering, Software Entwicklung)

Vincent Laforet (Foto, Video)

 

 

Die Betreiber der Internetseite www.Barefeats.com haben zwei neue iMac Pro Varianten mit insgesamt 6 unterschiedlichen Mac Pro und iMac Konfigurationen in div. Tests und Benchmarks für den Kreativmarkt verglichen. Lloyd Chambers von Diglloyd.com (auch bekannt als www.macperformanceguide.com) hat drei iMac Pro Variante intensiven Test unterzogen und ebenfalls mit aktuellen iMac und Mac Pro Varianten verglichen. Max Yuryev veröffentlicht seine Video-Reviews unter anderem auf seinem eigenen YouTube Kanal und auch auf dem YouTube Kanal von AppleInsider.com. Er hat diverse Tests und Benchmarks mit dem iMac Pro durchgeführt und die Performance des Geräts unter anderem auch mit einem iMac 5K 2017 und auch mit einer PC Konfiguration verglichen. Vincent Laforet, Pulitzer Preisträger und bekannt durch seine Arbeiten im Bereich Foto und Film, ist ausgesprochen angetan von der Leistung des iMac Pro und hat seine Erfahrung in seinem Blog niedergeschrieben. Nicht zuletzt hat Craig A. Hunter, Ingenieur und Software Entwickler, einen iMac Pro in seinem täglichen Einsatz auf Herz und Nieren geprüft und sein Review ebenfalls in seinem Blog niedergeschrieben.

Wenn man sich durch dieses Material durcharbeitet, kommen viele interessante Details ans Licht. Zusammengefasst wird aus meiner Sicht das bestätigt was man im Vorfeld schon vermutet hat – der iMac Pro ist ein Biest! Nur in sehr wenigen Szenarien, abhängig von der Aufgabe und der verwendeten Software, bringt eine Einstiegskonfiguration des iMac Pro keine bzw. nur eine geringe Performance-Verbesserung zu den Top Modellen des iMac oder Mac Pro. Pauschal kann man jedoch behaupten: Wer den iMac Pro beruflich einsetzt, wird sich eine Menge Zeit sparen. Durch die gesparte Zeit amortisiert sich die Investition in kürzester Zeit, unabhängig von Projektgröße oder Stundensatz.

 

 

Neben dem enormen Leistungspotential wird oft die sehr geringe Geräuschentwicklung und die, vergleichsweise geringe Gesamtauslastung des Systems hervorgehoben. Aus meiner Sicht sind diese Punkte für einen professionellen Anwender nahezu genauso wichtig wie die reine Leistung. Wenn ich täglich 8 Stunden mit einem Gerät arbeite und kreativ sein will, kann ich das besser, wenn ich die Auslastung des Geräts nicht durch lautstark drehende Lüfter höre. Außerdem macht es einen großen Unterschied ob ich meine täglichen Office-Anwendungen wie beispielsweise E-Mails, Recherchen, Social Media oder Terminplanungen verzögerungsfrei durchführen kann, wenn im Hintergrund ein Video gerendert wird oder nicht. Dieser Punkt wird oft nicht bedacht, weil er vorausgesetzt wird. Wenn ich mir von vorneherein ein System kaufe, dass gerade so für meine Anforderung ausgelegt ist, ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass ich mit steigender Anforderung in einem Jahr nicht mehr mit der allgemeinen Performance zufrieden bin.

Preis

Wie immer wenn es um Geräte aus dem Hause Apple geht, wird gerne und viel über den Preis diskutiert. Äpfel/Birnen-Vergleiche sieht man ebenso häufig wie die Tatsache, dass relevante Punkte nicht in den Preis eingerechnet (z.B. Wertstabilität oder die hochwertige Verarbeitung) werden. Wer richtig rechnet wird feststellen, dass der iMac Pro sogar preiswert ist.

Vergleiche mit selbst zusammengebauten Systemen sind grundsätzlich unterhaltsam, machen aber selten Sinn. Spare ich mir wirklich Zeit/Geld, wenn ich meine Lösung selbst baue und im Support-Fall bei diversen unterschiedlichen Herstellern anrufen muss? Es gibt gute Gründe, warum in den professionellen Workstations diverser Hersteller, professionelle Komponenten wie beispielsweise Intels XEON Prozessoren oder ECC-Speicher verbaut werden. Man kann sich auf diese Geräte verlassen und zwar langfristig und auf hohem Auslastungsniveau.

Im beruflichen Umfeld denkt niemand wirklich darüber nach ob ein hochwertiges Werkzeug für den professionellen Einsatz sinnvoll ist. Ein Handwerker kauft sich eine Hilti und keine Bohrmaschine beim Discounter – ganz einfach, weil er täglich damit arbeitet und wertvolle Zeit verliert, wenn das Werkzeug nicht funktioniert. Diese Zeit ist sein Geld. Der gleiche Grundsatz gilt auch beim iMac Pro, denn er ist ein hochwertiges Werkzeug für alle Kreativbranchen. Zum Glück spiegeln die verkaufszahlen bereits heute wieder, was schon immer gilt und viele professionelle Anwender längst wissen: Billig ist auf lange Sicht selten günstig, denn Qualität hat Ihren Preis.

Stefan Schwarz
#Stefan Schwarz

Stefan Schwarz

Business Development Manager

Stefan Schwarz ist als Business Development Manager Apple bei ALSO für die Entwicklung des B2B und Education Geschäfts im Apple Markt verantwortlich. Neben den Apple Bereitstellungsprogrammen (DEP & VPP) und AppleCare ist er Ansprechpartner für die Apple Version der E-Commerce Lösung ALSO MyStore (–professionelle E-Commerce-Lösung für Apple Partner). Privat ist der 37-Jährige Familienvater passionierter Fotograf, überzeugter Apple User und leidenschaftlicher Basketball Spieler.

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