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Telekom Mobilfunkausbau – das sind die Pläne für 2018 und 2019

Glasfaser, Vectoring und der weitere Breitbandausbau, der das schnelle Internet in noch mehr deutsche Haushalte bringt – diese Themen rund ums Festnetz werden viel diskutiert. Mit ihnen ist die Deutsche Telekom Tag für Tag in der Öffentlichkeit und in den Medien präsent.

Aber was tut sich eigentlich beim Mobilfunk? Was sind hier die Neuerungen und die Schwerpunkte neben der Diskussion über die nächste Mobilfunkgeneration 5G?

Weiße Flecken beseitigen

„White Spots“ – so nennen Kommunikationsexperten die weißen Flecken auf der Landkarte, in denen bisher noch kein breitbandiger Mobilfunk zur Verfügung steht. Bei der Telekom ist nur noch ein kleiner Teil der Kunden betroffen: Bis Ende 2019 sollen 98 % der Bevölkerung mit LTE-Mobilfunk versorgt sein.

 

 

 

Netz modernisieren

Neben dem kontinuierlichen Ausbau des bestehenden Netzes modernisiert die Telekom derzeit ihr komplettes Mobilfunknetz an allen rund 27.000 Standorten in Deutschland. Hier wird die aktive Netztechnik, das heißt Computer und Hardware, durch eine neue Technologie namens Single RAN (kurz:S RAN) ersetzt. Das Kürzel steht für „Radio Access Network“, also für den Zugriff auf den Mobilfunk.

Wichtigster Bestandteil des Namens ist aber das „S“ wie „Single“. Es beschreibt, dass alle Mobilfunknetze – derzeit sind das GSM, UMTS und LTE – erstmals in einer einzigen Hardwareeinheit zusammengefasst sind. Bisher waren hierzu jeweils eigene Bausteine erforderlich.

Wesentlicher Vorteil von Single RAN: Je nach Bedarf lassen sich die Bandbreiten flexibel und dynamisch auf die einzelnen Netze aufteilen. Die S-RAN-Technik ist bereits für 5G ausgelegt, der Start der nächsten Mobilfunkgeneration kann dabei per Softwareupdate erfolgen.

4×4 MIMO-Antennen montieren

Bereits seit Ende 2017 aktualisiert die Telekom an vielen Mobilfunkstandorten auch die Antennen. Die Telekom hat inzwischen an mehr als 1.500 deutschen Mobilfunkstandorten die neue 4×4 MIMO-Technik installiert.

Was steckt hinter der Technik von 4×4 MIMO? Das Kürzel steht für „Multiple Input Multiple Output“ – also für mehrere Antennen an den Sendeanlagen wie auch im Empfangsgerät. Bisher waren sowohl bei den Mobilfunkstationen als auch in den Endgeräten wie Smartphones jeweils zwei Antennen üblich – daher das Kürzel 2×2 MIMO. Nun kommt 4×4 MIMO mit je vier Antennen zum Einsatz. Das ermöglicht vier unabhängige Datenströme, die die Kunden dadurch schneller erreichen. Vier Sendeantennen bieten dabei vier unabhängige Datenströme, die den Kunden einen höheren Datendurchsatz zur Verfügung stellen. Das verdoppelt die nominelle Spitzendatenrate im Vergleich zu 2×2 MIMO, wie es bis jetzt im LTE-Netz üblich ist. In der Praxis sorgen physikalische Randbedingungen und netzinterne Reglementierungen dafür, dass der Temposchub von 4×4 MIMO im Mittel bei 60 % liegt. Aus der bisher vorhandenen maximalen LTE-Geschwindigkeit von 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) werden so 480 Mbit/s. Damit lassen sich auch datenintensive Anwendungen wie HD-Fernsehen auf Festnetzniveau nutzen. Und das funktioniert komplett ohne zusätzliche Frequenzen, denn die vier räumlich getrennten Antennenpfade schöpfen lediglich das vorhandene Frequenzspektrum besser aus.

Um in den Genuss des vollen Effekts zu kommen, sind aber auch neue Smartphones erforderlich. Aktuelle Geräte wie das Apple iPhone Xs oder iPhone Xs Max arbeiten bereits mit der 4×4 MIMO-Technologie.

Doch auch iPhones vorheriger Generationen profitieren von einer besseren Netzabdeckung und einer geringeren Sendeleistung, die 4×4 MIMO erfordert. Das schont den Akku.

 

 

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