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Titelbild: macOS Catalina
21.06.2019 - Michael Meinert

macOS Catalina

Kann einfach noch viel mehr

Santa Catalina ist eine felsige Insel im Pazifik vor der Küste von Kalifornien, rund 35 km südwestlich von Los Angeles. Laut dem Reiseanbieter Rome2rio kann man per Bus und Fähre für knapp 50 Dollar von Cupertino nach Santa Catalina reisen – zumindest, wenn man 13 Stunden freie Zeit mitbringt. Diese ließe sich ja beispielsweise dazu nutzen, um sich in die Features des neuen macOS einzulesen, das Apple am 3. Juni 2019 vorgestellt hat und das den gleichen Namen trägt wie die Insel: Catalina.

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Traditionell gibt Apple auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC im Juni einen Ausblick auf die kommenden Betriebssysteme, welche im Herbst veröffentlicht werden. So auch dieses Jahr, als Craig „Hair Force One“ Federighi uns einen Blick auf das nächste macOS namens Catalina gewährte. Die Verbesserungen und Features sind in der Tat so zahlreich, dass wir im Rahmen dieses Blogartikels nicht auf alles eingehen können. Wir legen daher unser Hauptaugenmerk auf die Funktionen, die vor allem im Berufsleben relevant sind.

 

Das Ganze beginnt schon einmal damit, dass Apple die Anzahl von Apps auf dem Mac drastisch erhöhen möchte. Mit dem „Project Catalyst“ (ehemals intern „Project Marzipan“ genannt) ermöglicht es Apple den Entwicklern, bestehende iOS Apps ohne große Anpassungen für den Mac nutzbar zu machen. Erste erfolgreiche Tests dazu gab es bereits im Vorgängerbetriebssystem macOS Mojave, das zum Beispiel die App „Aktien“ aus iOS erhalten hat. Nun geht Apple in die Vollen und erlaubt Entwicklern den Zugriff auf diese Funktion. Die Folge wird eine Vielzahl guter und nützlicher Apps auf dem Mac sein, unter anderem hat Twitter bereits sein Comeback in Catalina angekündigt.

 

Interessant ist für viele Nutzer sicherlich auch die Weiterentwicklung der App „Notizen“. Diese präsentiert sich nun deutlich übersichtlicher und bietet eine Vorschaufunktion auf Notizbücher sowie deren Inhalte. Zudem wurde ein oft gefordertes Feature umgesetzt: Mit Catalina lassen sich inzwischen erstmals komplette Notizbücher teilen, was die Produktivität in Teams deutlich erhöht.

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Mein persönliches Highlight ist jedoch die Funktion „Sidecar“, mit der sich ein iPad oder iPad Pro als zweiter Bildschirm für den Mac nutzen lässt. Sie können das iPad entweder per WLAN oder Kabel anschließen und den Arbeitsplatz entweder spiegeln oder erweitern. Gerade mit einem iPad Pro und dem Apple Pencil ergeben sich damit komplett neue Workflows. Sofern die App die Sidecar-Funktion unterstützt, haben Sie jetzt endlich auch die Möglichkeit, Zeichnungen und oder Fotos zu bearbeiten, und sehen die Ergebnisse sofort auf beiden Devices. Es wäre nicht sonderlich überraschend, wenn an dieser Stelle der WWDC-Präsentation dem einen oder anderen Hersteller von Grafiktablets ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen ist. Natürlich können Sie per Sidecar auch PDFs anpassen, handschriftliche Notizen erfassen oder – falls Sie unbedingt möchten – die Touch Bar auf dem iPad anzeigen. Dennoch: ein grandioses Feature.

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Michael Meinert
#Michael Meinert

Michael Meinert

Leiter Business Unit Apple

Michael Meinert ist bei ALSO verantwortlich für die Business Unit Apple und beschäftigt sich damit privat wie beruflich mit seinem Lieblingshersteller. In einem überwiegenden Großteil der Zeit macht ihm das auch Spaß. Sein berufliches Projekt für 2019 heißt „New Work“ und hat als Ziel, die starre Arbeit am Firmen-Desktop durch mobile und flexible Workflows am iPad Pro zu ersetzen. Privat wird der Schwerpunkt auf der Fotografie mit seinem neuen iPhone X und der Adobe Creative Cloud liegen. Übung macht (hoffentlich) den Meister.

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