$ Adobe Lightroom CC – Alles für Fotografie und Abenteuer für unterwegs - iMotion mobile – Ihr Online-Portal für innovative Apple Produkte!
iMOTION
Titelbild: Lightroom CC
17.11.2017 - Sven Dölle

Lightroom CC

Alles für Fotografie – immer dabei.

Auf einem Fotoroadtrip durch die amerikanischen Nationalparks habe ich die Qualitäten meines iPhones und der Fotoplattform Lightroom CC intensiv kennen- und schätzen gelernt. Hier verrate ich aus meiner Erfahrung, was das Fotografieren unterwegs angenehmer und besser macht.

Kaum ein Thema hat sich in den letzten Jahren so extrem verändert wie die Fotografie. Im positiven Sinne: Mich freut es, dass sich immer neue Leute dafür interessieren und begeistern. Das ehemalige Profithema oder zumindest teure Hobby ist heute eine Beschäftigung, oft sogar Leidenschaft für so gut wie alle geworden. Das verdanken wir den einfach bedienbaren, immer präsenten Smartphones, die Fotos fast in Profiqualität abliefern. Dazu kommt der Spaß, den das Teilen der eigenen Fotos auf Facebook und Instagram liefert. Die heutige Fotografie ist aus meiner Sicht eine fast stärkere Revolution als damals der Übergang von den analogen zu den digitalen Kameras.

Auch ich ertappe mich immer öfter dabei, mit dem Smartphone zu fotografieren, obwohl ich mit meiner Canon 5D Mark IV und Sigma Art-Objektiven durchaus eine Fotoausrüstung vom Feinsten habe. Vor Kurzem kam es für mich praktisch zum ultimativen Duell zwischen der „großen“ Kamera und meinem iPhone 8 Plus. Im Oktober ging es mit drei Fotografen acht Tage zum Roadtrip „Road To Max“ von Los Angeles nach Las Vegas. Auf 2.700 Kilometern fotografierten wir an traumhaften Locations wie dem Grand Canyon, dem Antelope Canyon und in Nationalparks wie Zion und Joshua Tree. Reiseziel war dabei unsere große Adobe Kreativkonferenz Adobe MAX in Las Vegas. Mit dem hashtag #roadtomax17 konnten uns die Kreativen täglich mit unseren Fotos auf Instagram und auf dem mit Adobe Spark gestalteten Reiseblog verfolgen.

 

iPhone 8 oder DSLR: Welches ist die beste Kamera?

Vor dem Roadtrip fragte ich mich, welches Equipment ich am besten mitnehmen soll. Mit der klassischen Kamera und Objektiven überschritt ich fast die Gepäckobergrenze beim Fliegen. Unterwegs stellte ich dann fest, dass tatsächlich oft die beste Kamera diejenige ist, die man immer dabei und schnell zur Hand hat. In meinem Fall das iPhone 8 Plus. Wir standen oft früh auf, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Als ich kurz darauf die Fotos im neuen Lightroom CC entwickelte, musste ich manchmal die EXIF-Daten bemühen, um überhaupt feststellen zu können, welche Bilder aus der DSLR und welche vom iPhone stammen. Und auch bei der Aufnahme merkte ich: Nur bei extremen Aufnahmesituationen, bei schlechtem Licht in einem Canyon etwa, brauche ich die flexiblere und lichtstarke Kamera. Für alle „normalen“ Aufnahmen bietet mir das iPhone 8 Plus genügend Leistungsreserven und übertrifft sogar so manche kompakte Systemkamera.

Später kommt dann alles zusammen: Praktisch an Lightroom CC ist, dass damit alle Bilder aus dem iPhone und aus der klassischen Kamera in voller Auflösung an einem Ort – der Lightroom-Bibliothek in der Cloud – landen und auf allen meinen Geräten verfügbar sind. So spielt es später eigentlich keine Rolle mehr, womit die Fotos entstanden sind. Beim Sortieren interessiert mich nur noch: Ist das Foto gut oder nicht?

 

Adobe Lightroom CC

 

Besser fotografieren mit Lightroom CC

Meine Begeisterung liegt aber nicht nur an der exzellenten Hardware des iPhone 8 Plus, sondern ich habe mit Software noch deutlich mehr herausgeholt. Lightroom CC ist nicht nur ein sehr guter Bildbearbeiter für unterwegs – aus dem Grand Canyon habe ich einige Bilder damit noch direkt am Aufnahmeort entwickelt und direkt auf Instagram gepostet –, sondern auch die beste Kamerasoftware fürs iPhone. Sie können damit im DNG(Digital Negative)-Format fotografieren und so echte RAW-Dateien auf dem iPhone aufnehmen und speichern. DNG liefert automatisch bessere Qualität, zum Beispiel mehr Details und bessere Farben, und ist später beim Nachbearbeiten deutlich flexibler als JPEG. Gerade in schwierigen Lichtsituationen wie in schattigen Canyons können Sie mit dem DNG-Format und Lightroom Details herausholen, die bei JPEG einfach gar nicht da wären.

Zweitens können Sie in Lightroom die Kamera in einen „Pro“- und „High Dynamic Range“-Modus schalten. Im Pro-Modus können Sie zwischen Tele- und Weitwinkelobjektiv umschalten, den ISO-Wert einstellen und finden gewohnte, am Smartphone oft vermisste Funktionen von der Profikamera, beispielsweise einen Weißabgleich. Zudem kann ich in der Kamera durch Antippen des Displays leicht steuern, was im Fokus ist: Eine Vorschau zeigt die im Fokus befindlichen Objekte grün hervorgehoben.

 

Adobe Lightroom CC

 

Bei HDR werden automatisch drei DNGs aufgenommen und zu einer Hochkontrastaufnahme kombiniert. Das ergibt einen dynamischen Bereich, der sonst nur mit der DSLR möglich war. Früher mussten drei Aufnahmen erst fotografiert und dann später am Rechner kombiniert werden. Am iPhone mit Lightroom CC fühlt sich HDR-DNG an wie normales Fotografieren. Die HDR-Funktion habe ich in vielen Aufnahmen auf dem Roadtrip genutzt. Ohne sie wären Schatten im Zion Nationalpark verloren gegangen. Ich konnte so nicht nur viel mehr Qualität aus den Landschaftsmotiven herausholen, mit Lightroom ist es möglich – wenn ich das wollte –, die Aufnahmen vor Ort auf dem iPhone zu bearbeiten und direkt auf Instagram zu teilen. Und noch mehr: Sogar die Vorschau mit verschiedenen Vorgaben ist mit der Lightroom-Kamera beim Fotografieren möglich. So kann ich schon im Nationalpark verschiedene Bildlooks ausprobieren.

Beim Fotografieren im Nationalpark ist die Kamera oft im Rucksack. Wenn ein tolles Motiv vor die Linse kommt, ist das iPhone sofort zur Hand – schneller, als wenn ich die große Kamera aus dem Rucksack hole. Es ist eine neue, spontanere Art, zu fotografieren. Dazu gibt es neue Motive und Perspektiven, zum Beispiel wenn ich das iPhone aus dem Auto in die Luft halte. Am Abend habe ich die Synchronisierung gestartet. Dann wanderten alle neuen Bilder in die Lightroom-Bibliothek. Am MacBook konnte ich dann die besten Aufnahmen aussortieren und entwickeln.

Korrigieren in Lightroom

Bei so vielen Motiven wie in den Nationalparks entstehen natürlich viele Aufnahmen. Mit Lightroom CC ist das Sortieren und Bearbeiten auf jedem Gerät sehr effizient und schnell möglich. Ich kann die besten Aufnahmen zum Beispiel mit Sternen bewerten oder in Alben organisieren, die praktisch nur virtuelle Ordner sind.

Bei Korrekturen kann man sehr schnell und einfach Vorgaben anwenden, um die Grundrichtung der Optik auszuprobieren. Viele Bilder korrigiere ich mit Autotonwert und passe sie dann noch feiner mit den Korrekturwerkzeugen an. Dazu liebe ich Effekte wie Dunst entfernen, der oft die Farben kräftiger erscheinen lässt. Eine leichte Vignette lässt sich ebenfalls schnell und gezielt anwenden. Lightroom kümmert sich nicht nur automatisch darum, die Bilder auf allen Geräten zu synchronisieren, sondern es werden auch alle Bearbeitungen übertragen. Das Beste dabei: Ich kann sorglos unterwegs auf dem iPhone oder iPad Bilder bearbeiten, denn es ist jederzeit möglich, wieder zum Original zurückzukehren. Das macht es viel einfacher, kreativ zu sein, denn ich kann zu keiner Zeit durch die falsche Bildkorrektur den einmaligen Sonnenaufgang aus dem Grand Canyon kaputt machen.

Bilder intelligent organisieren

Bei einem Roadtrip mit so vielen tollen Motiven entstehen natürlich Tausende Fotos. Es macht mir riesigen Spaß, sie zu fotografieren und viele davon zu bearbeiten, das Sortieren und Verschlagworten dagegen waren noch nie meine Leidenschaft. Das geht sicher vielen so. Das Problem ist jetzt gelöst, denn Lightroom lädt nicht nur automatisch alle meine Fotos in die Cloud, sondern analysiert jede Aufnahme im Detail und verschlagwortet sie. Dafür sorgt die künstliche Intelligenz von Sensei – eine Technologie für Machine Learning, die in Lightroom zum Einsatz kommt. Sie „liest“ den Inhalt und die Eigenschaften jedes Fotos und vergibt automatisch Tags. Später kann ich ganz einfach nach „Las Vegas“ oder Gegenständen wie „Kaktus“, aber auch nach emotionalen Begriffen wie „Spaß“ oder „Abenteuer“ suchen und Lightroom präsentiert mir passende Suchergebnisse, die ich mit Filtern wie dem Kameramodell weiter verfeinern kann. So kann ich mit Lightroom ohne großen Aufwand meine Fotosammlung überschaubar halten und intelligent organisieren.

 

 

Sven Dölle
#Sven Dölle

Sven Dölle

Principal Business Development Manager Adobe

Sven Doelle ist als Principal Business Development Manager bei Adobe verantwortlich für Creative Cloud und die Photoshop-Produktfamilie. Nicht nur in der Foto-Community ist Doelle auch als Moderator bei Adobe-Events auf der Bühne, per Livestream und als Betreiber des Photoshop Direkt-Kanals auf YouTube bekannt. Auch privat gilt seine Leidenschaft der Fotografie – egal, ob am Auslöser der DSLR oder des Smartphones.

Ganzen Artikel lesen