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Titelbild: Videoproduktion für alle
30.05.2017 - Sven Dölle

Videoproduktion für alle

Vom schnellen Schnitt bis zur Hollywood-Produktion

Viele Smartphones liefern heute bereits Videoqualität in 4K und Anbieter wie YouTube, Facebook, Vimeo & Co. bieten sowohl ambitionierten Anwendern wie auch Einsteigern unzählige Plattformen für ihre Projekte. Die gute Nachricht: Mit den Video-Apps von Adobe brauchen Sie weder lange Einarbeitungszeit noch ein Millionenbudget, um hollywoodreife Qualität abliefern zu können.

Obwohl meine Leidenschaft der Fotografie und Bildbearbeitung gehört, hatte ich selten so viel mit Video zu tun wie in den letzten Jahren. Es begann mit dem Schnitt von Aufzeichnungen für Adobe Creative Cloud Launch Events und Messe-Liveveranstaltungen wie beispielsweise die Photokina 2016. Und aktuell habe ich viel Spaß beim Zusammenstellen von Videos aus meiner neuen Kameradrohne DJI Mavic Pro im Zusammenspiel mit Aufnahmen aus dem iPhone 7.

„Gerade weil heute jeder die Möglichkeit hat, seinen eigenen Film zu drehen, entstehen auch neue Herausforderungen. Um in der Masse eine Chance zu haben, ist umso mehr Qualität gefragt.“

 

Video-Explosion dank Web und Social Media

Ich bin sicher nicht der Einzige, der plötzlich immer wieder mit Video zu tun hat. Video ist längst nicht mehr nur ein Thema für große Film- und TV-Produktionen mit riesigen Budgets, an denen bisher vor allem ausgebildete Cutter und Postproduktionsspezialisten arbeiteten. Heute kann jeder, der Lust hat, seinen eigenen YouTube-Kanal starten und mit Geduld und Geschick ein Millionenpublikum erreichen. Natürlich haben auch Firmen das Riesenpotenzial von Bewegtbild entdeckt: Videos können zum Beispiel neue Produkte emotional, spannend und verständlich erklären und in Szene setzen. Dank Social Media helfen virale Effekte bei der Verbreitung, während Kommentarfunktionen für direktes Feedback oder – bei Livestreams – sogar Kommunikation mit der Zielgruppe sorgen. Ein Traum fürs Marketing, noch dazu ist es dank moderner Technik für jeden möglich, HD- oder sogar 4K-Material zu produzieren – ohne große Budgets.

 

Premiere Clip macht schnellen Videoschnitt auf dem Mobilgerät möglich

Gerade weil heute jeder die Möglichkeit hat, seinen eigenen Film zu drehen, entstehen auch neue Herausforderungen. Um in der Masse eine Chance zu haben, ist umso mehr Qualität gefragt. Keiner hat Zeit oder Lust, sich Videos mit schlechtem Bild oder Ton anzuschauen. Die erfolgreichen YouTube-Kanäle stehen hier Profiproduktionen in nichts nach und warten sogar mit Grafiken wie Bauchbinden, Untertiteln oder Effekten auf. Die Geduld der Zuschauer im Social Web ist sehr kurz. Die meisten Videos auf YouTube werden nach fünf Sekunden weggeklickt. Sie müssen also stark anfangen und gleich zur Sache kommen, um den Zuschauer nicht gleich wieder zu verlieren. Es sind also Profischnitt und -aufbereitung gefragt. Mir helfen dabei die Video-Apps von Adobe, die für jede Aufgabe das richtige Tool anbieten und Hollywood-Qualität für jeden möglich machen – egal, ob auf einem iMac, MacBook Pro oder auch dem iPad Pro.

 

Adobe Videoproduktion 3er Collage

Für Einsteiger und schnelle Schnitte: Premiere Clip

Mit dem Smartphone können Sie heute nicht nur Videos in hoher Qualität aufnehmen. Sie können direkt unterwegs einen Film schneiden und hochladen. Die mobile App Premiere Clip ist kostenlos und der perfekte Einstieg in die Videoproduktion. Ich kann Fotos und Clips vom Mobilgerät oder von meiner Lightroom-Sammlung in wenigen Minuten in ein professionelles Video verwandeln, weil mich die App beispielsweise mit automatischen Schnitten unterstützt, die zur Musik passen. Das kann sonst nur der Profi. Das Ergebnis kann ich direkt auf meine Facebook-Seite hochladen oder – wenn es am Desktop weitergehen soll – ein Projekt in Premiere Pro CC weiterbearbeiten. Mit Adobe CreativeSync werden die Projekte samt allen Medien geräteübergreifend synchronisiert. Das passiert im Hintergrund, ohne dass ich irgendetwas dafür tun muss. Auf einem iPad Pro 9.7“ klappt das dank der hohen Rechenleistung ganz wunderbar und sehr flüssig.

 

Screenshot Premiere Pro CC

Premiere Pro CC liefert alle Werkzeuge für den Profi-Videoschnitt

Profiqualität ohne Kompromisse: Premiere Pro und After Effects
Wenn ich für YouTube am iMac schneide, arbeite ich mit den gleichen Programmen wie die Profis in Hollywood. Mit Premiere Pro ist zum Beispiel der David Fincher Film „Gone Girl“ geschnitten worden – in 6K-Qualität (inzwischen ist sogar 8K möglich). Die Performance bleibt dabei immer flüssig, auch wenn ich direkt vor Ort bei einem Event auf meinem MacBook Pro schneide. Bauchbinden und Grafiken erstelle ich durch die direkte Anbindung an meine gewohnten Programme wie Photoshop und Illustrator sowie die Schriftenbibliothek Typekit in kürzester Zeit. Auch die neuesten Trends werden hier aufgegriffen, denn mittlerweile kann Adobe Premiere CC sogar VR-Videos erstellen.

„Stock Material ist für mich nicht nur bei der Postproduktion im Fotobereich ein wichtiges Werkzeug für mehr Kreativität.“

 

Weitere Tools wie After Effects CC (Spezialeffekte und Postproduktion) oder Adobe Character Animator (erwecken Sie gezeichnete Comicfiguren über Ihre Webcam zum Leben). Sie sehen dann auch, wie die Schöpfer der Simpsons den Adobe Charakter Animator eingesetzt haben, um Bart Simpson in einem Live-Interview zu animieren.

Mit dem Creative Cloud Abomodell bekommen übrigens alle Creative Cloud Abonnenten die Profi-Videotools von Premiere über After Effects bis Character Animator mitgeliefert.

Stock Material und 3-D machen mehr möglich
Stock Material ist für mich nicht nur bei der Postproduktion im Fotobereich ein wichtiges Werkzeug für mehr Kreativität. Auch in der Filmproduktion hilft gutes Stock Material enorm, Zeit und Kosten zu sparen. Mit Stock Material können Sie zum Beispiel Landschaftsaufnahmen, Spezialeffekte oder andere Videoclips einbauen, die das Budget und die Zeit normalerweise nicht hergeben. Das ist selbst bei Hollywood-Produktionen so, wo es Millionenbudgets gibt. Nicht für jede Luftaufnahme wird extra ein Hubschrauber gemietet, nicht für jede Explosion muss das Special FX Team ran, wenn es schon gutes Material von der Stange gibt.

Adobe Stock hat nicht nur Millionen Fotos, sondern auch Videomaterial im Angebot. Bei Adobe Stock können Sie sicher sein, dass die Qualität stimmt. Das Material wird von Design- und Filmprofis kuratiert. Das Finden eines passenden Clips ist damit ein Kinderspiel. So können Sie zum Beispiel nicht nur nach Begriffen im Fundus suchen, sondern auch ein Bild als Vorlage in das Suchfenster bei stock.adobe.com ziehen und schon holt der Dienst aus dem Archiv passende Bilder und Videos hervor. Dort haben Sie die Möglichkeit, unter Videos die Auswahl noch weiter zu verfeinern, etwa nur Clips ohne Menschen (bei Landschaftsaufnahmen), und in 4K-Auflösung herauszufiltern. Seit der Adobe MAX im letzten Jahr ist auch 3-D-Material im Angebot. Wenn Sie beispielsweise 3-D-Modelle, Materialien, Lichter und Reflexionen brauchen, werden Sie hier fündig. In After Effects CC 2017 können Sie Modelle laden und mit der 3-D Rendering Engine, die auf Cinema 4-D-Technologie basiert, rendern.

Eine weitere Besonderheit und Stärke von Adobe Stock ist die direkte Anbindung an die Creative Cloud Apps. Adobe Stock ermöglicht es mir, kostenlose Vorschaudateien direkt in meine Creative Cloud Bibliothek zu speichern. Die Vorschaubilder liegen dann direkt in jedem Programm bereit und ich kann ausprobieren, ob das Material zu meiner Idee passt. Nach der Abstimmung mit dem Kunden oder Team ist das Lizenzieren des Bilds oder Videoclips ganz einfach direkt aus dem Programm möglich.

 

Sven Dölle
#Sven Dölle

Sven Dölle

Principal Business Development Manager Adobe

Sven Doelle ist als Principal Business Development Manager bei Adobe verantwortlich für Creative Cloud und die Photoshop-Produktfamilie. Nicht nur in der Foto-Community ist Doelle auch als Moderator bei Adobe-Events auf der Bühne, per Livestream und als Betreiber des Photoshop Direkt-Kanals auf YouTube bekannt. Auch privat gilt seine Leidenschaft der Fotografie – egal, ob am Auslöser der DSLR oder des Smartphones.

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