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Titelbild: PowerBeats³ Wireless
30.05.2017 - Stefan Schwarz

PowerBeats³ Wireless

Die perfekten Begleiter mit fantastischem Sound für deine sportlichen Aktivitäten?

In meinem Bericht zu den Apple AirPods habe ich beschrieben, warum die AirPods für mich die optimalen Begleiter in (fast) jeder Lebenslage sind. Es gibt für mich ein Anwendungsgebiet, auf dem ich etwas anderes benötige, und zwar beim Sport. Beim Laufen höre ich sehr gerne Musik und hier lege ich wirklich großen Wert auf die Musikqualität. Abseits des stressigen Alltags genieße ich es, in diesen wenigen Stunden pro Woche, in denen ich mit mir und meinen Gedanken alleine bin, die Musik zu hören, die mir gefällt, und hier will ich die Musik nicht nur hören, sondern empfinden. Wer einmal Kopfhörer verwendet hat, die eine sehr hohe Audioqualität bieten, kann seine Ansprüche nur schwer zurücknehmen.

„Es wurde also langsam Zeit für die kabellose Freiheit.“

Bisher hatte ich hierfür die erste Version der damaligen Monster Beats Tour. Mit diesen Kopfhörern war ich grundsätzlich sehr zufrieden. Es gab nur einen gravierenden Punkt, der mich im Laufe der Zeit immer mehr gestört hat – das Kabel. Neben dem Laufen spiele ich noch einmal pro Woche Streetball. Ich bin oft eine Stunde früher am Platz als vereinbart und höre zum Aufwärmen immer gerne Musik.

 

Powerbeats Produktbilder 3er Collage

 

Es ist mir in der Vergangenheit sehr oft passiert, dass ich mich im Kabel eingehängt habe und mir postwendend die Kopfhörer aus den Ohren geschossen sind. Das ging sogar so weit, dass das iPhone gleich mit aus der Hosentasche geflogen und unsanft auf den Boden geknallt ist. Außerdem ist es so, dass man das Scheuern des Kabels immer selber wahrnimmt. Beim Laufen lenkt mich das ab und ich kann die Musik nicht voll genießen. Auch wenn die Kopfhörer sonst in allen Punkten sehr gut abschneiden, haben mich diese beiden Punkte zunehmend gestört. Es wurde also langsam Zeit für die kabellose Freiheit.

Das Unboxing der PowerBeats³ war eher unspektakulär. Zusätzlich zu den Ohrhörern waren noch das Etui, Ohreinsätze in verschiedenen Größen und das „USB-A auf USB-Micro-B- Ladekabel“ in der Verpackung enthalten. Und hier kommt leider bereits der erste Kritikpunkt: Micro-USB ist einfach nur nervig/fummelig und ich persönlich verstehe nicht, warum das heute noch verbaut wird. Dass Beats hier die maximale Kompatibilität zu allen Herstellern forciert, ist aus Sicht des Herstellers nachvollziehbar, aber aus Sicht des (Apple) Users wäre ein Lightning-Anschluss die bessere Lösung.

Nach dem Auspacken geht es ans Verbinden und das gelingt aufgrund des W1 Chips in den neuen Beats Produkten genauso einfach wie bei den Apple-eigenen AirPods: einschalten, neben das iPhone (7) halten und verbinden. Auch hier ist die Verbindung über alle Apple Geräte einer Apple ID gewährleistet. Nach ersten Tests merkt man sofort die im Vergleich zu den Apple-eigenen Ear- oder AirPods höhere Soundqualität. Klare Höhen und Mitteltöne, satte Bässe – alles so, wie es sein soll.

Ich bin selbst kein Experte, was Soundqualität betrifft. Ggf. gibt es andere Produkte mit noch besserer Soundqualität. Ich bewerte das relativ laienhaft darin, wie viel Spaß mir das Hören meiner Musik macht, und hier kann ich sagen: „Musikhören macht mir mit den PowerBeats³ richtig Spaß!“ Abhängig davon, wie gut der Sound ist, ist jedoch die Passform der InEars selbst. Noch mehr als bei Apples AirPods ist es bei den Produkten aus dem Hause Beats essenziell, dass die Produkte gut und fest sitzen, um die optimale Soundqualität zu genießen. Hier habe ich die eine oder andere Laufstrecke mit suboptimalen Ergebnissen hinter mir. Auch wenn man beim Loslaufen denkt, dass das Set-up jetzt passt, bedeutet das nicht, dass das auch nach 2 bis 3 Kilometern noch so ist. Nach ein paar Wochen des Probierens bin ich nun zufrieden mit dem Mix aus gebogenen Ohrbügeln und der für mich richtigen Größe der Ohreinsätze.

 

Powerbeats Gebrauch 2er Collage

 

Wenn man diese Tortur irgendwann hinter sich gebracht hat, macht das Laufen mit den PowerBeats³ wirklich Spaß. Kein Kabel, kein Scheuern – und wirklich gute Soundqualität. Ein angenehmer Nebeneffekt beim Aufwärmen vor dem Streetball-Match besteht darin, dass man sein iPhone nicht mehr am Körper tragen muss. Es ist wirklich ein anderes Gefühl – man spürt keine Einschränkung mehr. Die Gefahr, dass die Kopfhörer runterfallen oder man sich am Kabel im Nacken verheddert, ist sehr gering. Letztlich restlos überzeugt hat mich die störungsfreie Übertragungsqualität der Musik. Auch nach Monaten der Verwendung hatte ich keine Ruckler, Störungen oder ähnliche Probleme. Die Playlist starten und eine Stunde laufen ohne irgendwelche Störungen – so sollte das meiner Meinung nach auch sein.

„Es ist wirklich ein anderes Gefühl – man spürt keine Einschränkung mehr.“

Ausnahme ist, wenn gerade ein Anruf ankommt, doch auch den kann man problemlos annehmen und mit seinem Gegenüber sprechen. Über die Sprachqualität hat sich noch keiner meiner Gesprächspartner beschwert, weshalb ich diesen Punkt als gelungen bewerte. Siri aktivieren und Musik steuern geht manuell mittels Remote-Talk-Steuerung am Kabel des linken Ohrhörers. Der Akku hält gefühlt ewig. Nach einer Stunde Sport hat der Akku max. 10 % weniger Leistung als vorher. Das Gerät muss daher nicht jedes Mal an die Steckdose, außer man vergisst, es auszuschalten.

Das ist mir am Anfang tatsächlich mehrmals passiert. Aber auch das ist beileibe kein Problem, denn dank Fast Fuel genügen 5 Minuten Ladezeit für eine Stunde Wiedergabe. In Summe gibt’s bei den PowerBeats³ einige Punkte, die man noch optimieren könnte. Diese sind aber nicht wirklich entscheidend. Ich bin damit sehr zufrieden und werde sie sicher nicht so schnell gegen ein anderes Produkt eintauschen.

 

 

Fazit

Eine Entscheidung zwischen Apples AirPods oder den PowerBeats³ aus dem Hause Beats gibt es für mich nicht. Es ist kein „Entweder-oder“, sondern ein „Und“. Beide Produkte ergänzen sich für meine Zwecke optimal. Das ist aber letztlich ein wenig schmerzlich, weil nicht wirklich günstig. Wer eine kabellose „One fits all“-Lösung für Alltag und Sport sucht, die in beiden Kategorien eine hervorragende Leistung bringt, liegt meiner Meinung nach mit den neuen BeatsX absolut richtig. Sie haben zwar nicht alle Features der AirPods und sind für viele Sportanwendungen auch nicht so robust wie die PowerBeats³, haben dafür aber eine ebenso hohe Soundqualität und den höchsten Stylefaktor der drei Kontrahenten.
Stefan Schwarz
#Stefan Schwarz

Stefan Schwarz

Business Development Manager

Stefan Schwarz ist als Business Development Manager Apple bei ALSO für die Entwicklung des B2B und Education Geschäfts im Apple Markt verantwortlich. Neben den Apple Bereitstellungsprogrammen (DEP & VPP) und AppleCare ist er Ansprechpartner für die Apple Version der E-Commerce Lösung ALSO MyStore (–professionelle E-Commerce-Lösung für Apple Partner). Privat ist der 37-Jährige Familienvater passionierter Fotograf, überzeugter Apple User und leidenschaftlicher Basketball Spieler.

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