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iMOTION

Pro oder nicht Pro?

Das ist hier die Frage

30.05.2017, Ein Beitrag von Stefan Schwarz

Das MacBook Pro im Profitest

Unseren Bericht zum neuen MacBook Pro mit Touch Bar gab es bereits wenige Tage nach der Keynote exklusiv zum Relaunch unseres iMOTION mobile Portals online zu lesen. Zu der Zeit musste ich mich noch auf die Annahmen und Schlussfolgerungen der Quellen meiner Recherche verlassen. Nachdem ich mittlerweile die Gelegenheit hatte, selbst ein Exemplar des neuen MacBook Pro in den Händen zu halten und zu testen, kann ich nur sagen: „Das Warten hat sich gelohnt!“

Design
Wenn man in der IT-Branche arbeitet, sieht man eine ganze Menge Notebooks von sehr vielen Herstellern. Bisher war für mich persönlich noch keines dabei, das ich in die gleiche Designkategorie eines MacBooks (der vorherigen Generation) einstufen würde. Das Gefühl, dieses Produkt unbedingt haben zu wollen, kam bei mir einfach nicht auf. Design, Verarbeitung, Haptik, User Experience: Kein anderes Gerät wirkt so aus einem Guss wie die Notebooks aus dem Hause Apple – und das macht für mich den Unterschied. Auch jetzt gab es wieder diesen Moment des Auspackens, wenn man dann das Gerät zum ersten Mal in den eigenen Händen hält: Ein MacBook ist einfach ein MacBook. Das neue MacBook Pro setzt hier meiner Meinung nach noch mal einen drauf. Legt man es neben das gleichwertige Vorgängermodell, zeigt sich eine weitere Evolutionsstufe im Notebook-Markt. Für mich beschreibt das neue MacBook Pro ohne Zweifel die neue Designreferenz – und das Modell in Space Grau ist definitiv todschick.

Macbook Pro Neonlights

 

„Verarbeitung, Haptik, User Experience: Kein anderes Gerät wirkt so aus einem Guss wie die Notebooks aus dem Hause Apple – und das macht für mich den Unterschied.“

 

Touch Bar
Die neue Touch Bar ist zwar kein kompletter „Game Changer“ und auch kein „Must-have“, aber praktisch und bereits in ihrer ersten Version extrem durchdacht. Sowohl die Hardware (Haptik, Schnelligkeit, Helligkeit und Kontrast) als auch die Umsetzung in macOS und den bereits unterstützten Applikationen wirken einfach rund und ausgereift. Ich würde sogar behaupten, dass mir auf Anhieb nichts einfällt, was Apple hätte besser machen können. Letztlich ist es aber wie bei Force Touch auf dem iPhone: Man muss sich als langjähriger Apple User regelrecht dazu zwingen, seine Benutzung auf das neue Feature umzustellen, um damit letztlich auch produktiver arbeiten zu können. Ich bleibe auch bei meiner Aussage, dass ich die Touch Bar sinnvoller finde als ein Touch Display am MacBook. Dies ist ja eine der großen Diskussionen zwischen den Apple Fans. Obwohl uns das iPad dazu gebracht hat, intuitiv auch beim MacBook auf das Display klicken zu wollen, so gibt es in der Praxis einfach fast keinen Produktivitätsgewinn für Notebooks mit Touch Display.

Macbook Pro Closeup Touch Bar

 

Leistung
Beim Thema Leistung ist ein gemeinsamer Nenner schwierig bis unmöglich. Unbestritten fällt der Zugewinn an Leistung zum vorherigen Modell marginal aus, wenn man diese rein anhand der technischen Daten vergleicht. In diversen Tests, Benchmarks etc. verhält sich das neue Modell jedoch anders als das Modell der vorherigen Generation. Es gibt ein sehr gutes Video von Max Yuryev, das Sie weiter unten finden. Hier werden die Unterschiede und jeweiligen Vorteile sehr gut verdeutlicht. Zudem haben wir selbst zwei Profis aus der Adobe Kreativbranche dafür gewinnen können, ihren Eindruck von der neuen Generation des MacBook Pro zu schildern. Ziel war es, das MacBook im täglichen Einsatz eines Profis zu testen. Praxis schlägt Theorie. Wie das ausgeht, erfahren Sie in den Berichten im aktuellen Magazin.

Ohne das Für und Wider des neuen Modells, welches in den letzten Monaten im Netz diskutiert wurde, hier noch mal zu wiederholen, will ich versuchen, den Punkt für mich kurz zu beschreiben: Das neue MacBook Pro ist sicherlich nicht das Hauptarbeitspferd für High-End-Anwender, die vermehrt damit hochauflösende Inhalte bearbeiten müssen. Da diese Anwender meistens bereits sehr aktuelle Hardware besitzen, lohnt sich ggf. das Warten auf das nächste Update, bei dem dann sicher auch Kaby-Lake-Prozessoren verbaut werden und man auch mehr als 16 GB RAM konfigurieren kann. Doch ordnet sich wirklich jeder Anwender in diesem High-End-Bereich ein? In der Praxis kann man mit dem neuen MacBook Pro durchaus leistungsintensive Anwendungen ausführen und hochauflösenden Content bearbeiten. Diverse Vlogger verwenden das neue MacBook Pro, um zum Beispiel ihren 4K Footage im Log-Profil in Final Cut zu bearbeiten, zu schneiden und zu rendern – und haben keinerlei Problem damit. Es kommt immer auf den Nutzer und seine individuellen Bedürfnisse an. Und deswegen gibt es bei dem Punkt „Leistung“ auch keinen gemeinsamen Nenner.

Macbook Pro Closeup Display Shooting

 

Bildschirm
Gut gemacht, Apple! Ich hatte hier nichts anderes erwartet und auch bereits im Vorfeld vermutet. Bilder und Videos sorgen am bisher hellsten MacBook Display für Spaß und der höhere Farbraum bzw. der verbesserte Kontrast sind deutlich zu sehen.