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Der Sport-Coach fürs Handgelenk

Warum die Apple Watch Series 2 das perfekte Weihnachtsgeschenk für Sie ist

16.11.2016, Ein Beitrag von Michael Meinert

Der Sportcoach fürs Handgelenk

Als Tim Cook am 09.09.2014 die Apple Watch vorstellte, äußerte er einen bemerkenswerten Satz: „Apple Watch is the most personal device we have ever created.“ Dies fasst Apples Idee hinter diesem Produkt sehr gut zusammen und zeigt auch die damalige Positionierung klar auf. Die Apple Watch sollte vor allem als Modegegenstand wahrgenommen werden, als hochfunktionale Uhr, die aus wunderschönen Materialien gefertigt wird. Unterstrichen wird diese Positionierung durch eine Vielzahl von Armbändern, die es der Trägerin oder dem Träger der Uhr erlauben, den eigenen Modegeschmack durch optische Individualisierung auszudrücken. Zudem kann man das Armband der Uhr wechseln und damit sehr einfach zwischen einem Businessoutfit fürs Büro und dem Sportband fürs Fitnessstudio wechseln.

Ein intelligenter Plan – der leider nicht aufgegangen ist.

Zweifellos war und ist Apple mit seiner Watch sehr erfolgreich und konnte quasi aus dem Stand den Markt der Uhren und der Sport­uhren aufrollen. Dies gelang, weil sich die Modelle Apple Watch Sport und Apple Watch durch die hochwertigen Materialien und den tollen Tragekomfort auszeichneten und dem Nutzer mehr Unabhängigkeit vom iPhone gewährten. Nachrichten, Mails und Newsfeeds können dezent empfangen und gelesen werden, ohne das iPhone bemühen zu müssen. Zwei Dinge haben jedoch bisher gefehlt: Emotionen und Verlangen.

Apple Watch Farbwechsel

Apple ist ein Marketinggigant und sehr gut darin, Produkte über Mehrwerte für den Anwender zu verkaufen. Technische Features rücken dabei in den Hintergrund – und genau das ist auch richtig. Es geht darum, Erlebnisse zu verkaufen: „surprise & delight“ war und ist das Ziel. Leider hat genau das bei der Apple Watch nicht so perfekt funktioniert, wie man das von Apple gewohnt ist. Der Funke ist nicht auf den Anwender übergesprungen und daher gewann die Ratio die Oberhand über die Emotion:

„Brauche ich die Uhr wirklich? Welche Mehrwerte bietet sie mir? Soll ich wirklich so viel Geld ausgeben, um meine WhatsApp-Nachrichten am Handgelenk empfangen zu können?“

Der gute Verkaufsstart wich daher einer gewissen Ernüchterung und als (durchaus stolzer) Träger einer Apple Watch fühlte man sich eher der Minderheit angehörig als einer wachsenden Mehrheit. Der Multiplikatoreffekt des Verlangens stellte sich daher ebenfalls nicht ein.

Apple Watch Series 2

Dabei war und ist ein Großteil der Argumente, die regelmäßig gegen die Apple Watch ins Feld geführt werden, nicht zutreffend oder sogar unsinnig. Ein Beispiel: Nahezu in jedem Blog wurde die kurze Akkulaufzeit der Watch kritisiert. Wie könne man ein Produkt veröffentlichen, das man jeden Abend laden muss? Nach acht Monaten des Zusammenlebens mit einer Apple Watch Sport kann der Autor bestätigen: Das funktioniert sehr gut! Nachts legt vermutlich ein Großteil der Uhrenträger selbige ab. Ob sie dann in einer Schublade verschwindet oder auf einer der vielen schönen Ladestationen liegt, macht da keinen Unterschied – außer dass sich die Apple Watch dem Anwender am nächsten Tag komplett aufgeladen und gut gelaunt präsentiert. Schon ist dieser Scheinriese verschwunden.

In gleichem Stil könnte man viele weitere Gegenargumente aus der Welt schaffen – doch das ist seit Anfang September glücklicherweise nicht mehr nötig. Apple hat in San Francisco die Apple Watch Series 2 vorgestellt und dabei alles richtig gemacht! Die Series 2 hat einen 50 Prozent schnelleren Prozessor, eine im Vergleich zu bisher doppelt so hohe Grafikleistung und …, halt, bitte blättern Sie nicht gleich weiter. Genau um diese Dinge geht es nämlich nicht!