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Arbeiten Sie doch, wo Sie wollen!

Wie das iPad Pro Ihren Arbeitsplatz verändern wird

16.11.2016, Ein Beitrag von Michael Meinert

Wie sich unsere Arbeitswelt verändert

Erst kürzlich bin ich auf Netflix mal wieder über einen schon etwas älteren Film gestolpert.

In „Lost in Translation“ aus dem Jahr 2003 treffen Bill Murray und die damals erst 19-jährige Scarlett Johansson in Tokio aufeinander, wo sie sich aus unterschiedlichen Gründen fehl am Platz fühlen. Lichtblick werden ihre platonische Freundschaft und die gemeinsamen Erkundungen des Tokioter Nachtlebens – hierzu schreiben sie sich regelmäßig ein Fax von ihren Zimmern, um Ort und Treffpunkt zu vereinbaren. Ja, Sie haben richtig gelesen: ein Fax.

Das erste iPhone kam 2007 auf den Markt und von WhatsApp und Facebook war man in diesem Film noch Lichtjahre entfernt. Als mir dies beim Anschauen des Films bewusst wurde, fragte ich mich unwillkürlich, ob ein Foto meines heutigen Arbeitsplatzes in einigen Jahren ebenso viel Befremden in mir auslösen würde wie die Szene mit dem Fax im Film.

Unsere Arbeitswelt verändert sich gerade sehr massiv.

Die Begriffe „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung“ haben Einzug in den öffentlichen Sprachgebrauch gehalten und obwohl wir nicht genau wissen, was sich alles ändern wird, fühlen wir doch, dass 9to5 der Vergangenheit angehört. Natürlich ist das zunächst mit einer leichten Verunsicherung verbunden, doch in vielerlei Hinsicht bietet uns diese Art des zukünftigen Arbeitens mehr Raum für Kreativität und mehr Freiheit von Hierarchien.

Ein schönes Beispiel ist das neue Firmengebäude von Microsoft, welches Anfang Oktober dieses Jahres in München Schwabing eröffnet wurde. Laut Presseberichten hat man dort ein „Smart Workspace“-Konzept für die Digitalarbeiter von morgen geschaffen. Für die 1.900 Mitarbeiter existieren keine festen Arbeitsplätze mehr, sondern man kann im Büro arbeiten, von zu Hause aus oder von jedem Ort der Welt. Trifft man im Firmengebäude ein, kann man sich jeden freien Tisch aussuchen, denn dank Clean Desk Policy gibt es keine festen Arbeitsplätze mehr. Stattdessen finden sich projektbezogene Arbeitsgruppen zusammen – die Teams gruppieren sich anhand der Anforderungen und nicht anhand von Hierarchien. Durch die Vertrauensarbeitszeit entfällt die Erfassung von Arbeitszeiten und Überstunden, was natürlich Selbstdisziplin von jedem Einzelnen erfordert. Durch den Fokus auf Leistung und Zielerfüllung liegt es auch im Eigeninteresse, Grenzen zu setzen, um Raum für Privatleben und Familie zu bewahren. Vor allem Letzteres ist eine Reise, bei der noch viel experimentiert werden muss, bevor die neue Arbeitsweise in Deutschland angekommen sein wird.

Arbeiten mit dem iPad Pro