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Titelbild: Apple im Unternehmen
17.11.2015 - Stefan Schwarz

Apple im Unternehmen

Warum iOS die optimale Plattform für Unternehmen ist

Bereits in der letzten Ausgabe des iMOTION Magazins haben wir einen Teil der Apple Bereitstellungsprogramme vorgestellt, und zwar das sogenannte Programm zur Geräteregistrierung bzw. „Device Enrollment Program“ oder kurz „DEP“. Das Programm wurde von Apple im November 2014 in Deutschland gelauncht und erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit bei Endkunden im Unternehmens- und Bildungsumfeld. DEP ist ein wichtiger Meilenstein für den Rollout und die Administration von iOS und OS X in Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Dennoch ist das DEP in Verbindung mit einem Mobile Device Management (MDM) nur ein Teil der Apple Bereitstellungsprogramme. Damit wird sichergestellt, dass die Geräte korrekt für den Nutzer vorbereitet werden und im Betrieb aktualisiert und überwacht werden können. Doch was sind Geräte ohne Inhalte bzw. Apps?

Darum kümmert sich der zweite wichtige Baustein der Apple Bereitstellungsprogramme: das Programm für Volumenlizenzen oder „Volume Purchase Program“ (VPP). Endkunden aus dem Unternehmensumfeld oder dem Bildungssektor können sich registrieren und erhalten Zugang zu einem eigens eingerichteten Store. Dieser kann im Browser aufgerufen werden, es muss also keine zusätzliche Software installiert und der Store kann daher von jedem Gerät aus aufgerufen werden. In diesen speziellen Stores können Apps in größeren Stückzahlen vom Unternehmen bestellt werden, damit die IT-Abteilung diese an die Mitarbeiter bzw. die Schule an ihre Schüler verteilen kann. Hierfür gibt es nach heutigem Stand zwei Arten der Verteilung, zwischen denen man sich entscheiden kann.

Variante 1 sind die sogenannten „Einlösbaren Codes“ (Redemption Codes), die als Liste heruntergeladen werden.

Sobald diese Codes einem Mitarbeiter oder Schüler zugewiesen werden, geht die App in den Besitz der jeweiligen Apple ID über. Die Organisation kann die Apps also zentral beschaffen, hat aber nach der Verteilung keinen Zugriff mehr auf die Lizenz und kann diese auch nicht mehr anderweitig verwenden, wenn der User die Organisation verlässt. Diese Variante ist in manchen Szenarien sinnvoll, z. B. wenn Schüler oder Studenten selbst für Apps bezahlen.

Die zweite, sehr häufig verwendete Variante ist die „verwaltete Verteilung“ (Managed Distribution).

Hier werden die Lizenzen über ein MDM (z. B. Profile Manager OS X Server) an Benutzer oder jetzt ab Herbst neu auch an Geräte (ohne Angabe einer Apple ID) zugewiesen. Das Zuweisen der Apps auf Geräte erleichtert die Adminstration für die IT-Abteilung in sehr hohem Maße. So können Administratoren Apps mittels MDM oder des neuen Apple Configurator 2 auf das Device übertragen. Der User muss seine Apple ID nicht mehr am Gerät eingeben, um die Apps zu verwenden, die ihm das Unternehmen bereitstellt. Er kann jedoch weiterhin seine private Apple ID eingeben und somit private und geschäftliche Apps nahtlos auf einem Gerät verwenden. Dass Inhalte auch dort bleiben, wo die Firma sie haben möchte, kann die IT-Abteilung dediziert für jede App im MDM festlegen. Zusätzlich funktioniert das Zuweisen von Apps nun auch länderübergreifend, und zwar für jedes Land, in dem die App im App Store vorhanden ist. Global agierende Unternehmen mit zentralen IT-Strukturen können Apps nun zentral in einem App Store (z. B. Deutschland) beschaffen und beispielsweise einem User oder Gerät in Frankreich zuweisen, wenn dort die App im regionalen App Store vorhanden ist. Nach Bedarf können diese Lizenzen dem User bzw. Gerät wieder entzogen und anderen Usern oder Geräten zugeordnet werden. Darüber hinaus können nach Bedarf weitere Administratorenkonten im Programm angelegt werden. Jeder Administrator hat Zugriff auf sein eigenes Budget. In der Praxis werden diese Adminkonten nach Fachbereichen oder Kostenstellen angelegt, sodass man freigegebene Budgets einer Abteilung oder einem Fachbereich zuordnen kann. Das Programm ist damit optimal auf die Bestellprozesse von Unternehmen und Schulen ausgelegt.

Auch im geschäftlichen Umfeld steht der Anwender im Mittelpunkt

Für Reseller ist das Volume Purchase Program interessant, weil sie über ALSO das VPP-Guthaben (Credits) für ihre Endkunden beziehen können. Damit Sie einfach und bequem das Guthaben für Ihre Kunden bestellen können, haben wir hierzu ein Bestellformular in unserem ALSO Shop unter www.also.de/applevpp für Sie bereitgestellt. Sie geben dort den Namen sowie die E-Mail-Adresse des VPP-Administrators Ihres Endkunden, die Art des Kunden (Bildungs- oder Unternehmenskunde) und die gewünschte Höhe des Betrags an. Ihr Kunde erhält anschließend eine Bestätigungsnachricht von Apple und kann dann den Betrag des Guthabens auf seinem Konto aktivieren. Sie erhalten eine Rechnung von ALSO und können Ihrem Kunden eine Gesamtrechnung über Hardware, Software, Zubehör und Dienstleistung bieten. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Guthaben für Administratoren nur über diesen Bezugsweg verfügbar ist. Direkt im Store können nach heutigem Stand nur Inhalte bezogen werden (z. B. 20 x App „Good Reader“). Mit dem Bezug des Guthabens über den Reseller müssen sich Kunden nicht sofort entscheiden, welche App sie beziehen wollen. So fallen aufwendige Freigabeprozesse pro Bestellung flach und Organisationen können Budgets für Fachabteilungen oder -bereiche turnusmäßig vergeben. Sollten Sie Fragen zum Programm haben, haben wir in unserem VPP-Portal auch ein FAQ-Dokument für Sie bereitgestellt. Selbstverständlich stehen wir gerne telefonisch zur Verfügung. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Apple Ansprechpartner bei ALSO. Die Apple Bereitstellungsprogramme decken damit den Rollout, Betrieb und den Bezug von Applikationen im Unternehmen ab. Für den Bereich Support gibt es nun auch, als jüngstes Mitglied der AppleCare Familie, den neuesten Zuwachs „Apple Care for Enterprise“.

AppleCare for Enterprise ist ein vielfältiges und umfassendes Service- und Supportangebot, das speziell auf die Bedürfnisse von sehr großen Kunden im Unternehmensumfeld zugeschnitten ist. Der Service kann für die Produkte Mac, iPhone und iPad abgeschlossen werden und beinhaltet fünf zentrale Services. Allen AppleCare for Enterprise-Kunden steht ein persönlicher Account Manager als Ansprechpartner für Service- und Supportthemen zur Verfügung. Für die IT-Abteilung (Infrastruktur) wird ein 24/7-Support mit einer Reaktionszeit von bis zu einer Stunde gewährleistet. Ein Endbenutzer-Telefonsupport ist für alle Apple Hard- und Softwarefragen rund um die Uhr erreichbar (24/7). Falls gewünscht, kann das Unternehmen für 2 oder 3 Jahre einen Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag abschließen. Zu guter Letzt wird das Serviceangebot mit einem kostenfreien Gerätetausch von bis zu 10 % der abgedeckten iPhones und iPads abgerundet.

AppleCare for Enterprise ist ab einer Bestellmenge von 2.000 Mac- oder iOS-Devices über die ersten 12 Monate der Vertragslaufzeit verfügbar. Zusätzliche Geräte wie z. B. „Bring your own Device (BYOD)“ oder bereits vom Unternehmen bezogene Geräte können problemlos mit in den Vertrag aufgenommen werden, solange sie sich innerhalb des einjährigen Apple Garantiezeitraums befinden. Das neue Serviceangebot zielt optimal auf die Bedürfnisse von Endkunden mit einer sehr großen Apple Gerätelandschaft ab und ergänzt damit das AppleCare Produktportfolio bei ALSO um eine Enterprise-Lösung. AppleCare for Enterprise kann ab sofort bei ALSO bezogen werden. Bei Fragen setzen Sie sich bitte mit Ihrem Apple Ansprechpartner bei ALSO in Verbindung.

Fazit

Wie für private Endverbraucher bietet Apple auch für Kunden im Business-Umfeld nicht nur ein Produkt, sondern ein komplettes Ecosystem, das zielgerichtet auf die Bedürfnisse des Kunden optimiert wird. Auch im geschäftlichen Umfeld steht der Anwender im Mittelpunkt. Ziel ist es, auch dort ein großartiges Nutzererlebnis und schnellere Prozesse zu kreieren. Seit iOS 7 wurden Jahr für Jahr in atemberaubendem Tempo Meilensteine im Bereich Enrollment, Distribution und Management von Geräten vorgestellt. Apple baut damit seinen führenden Stand im Bereich Enterprise Mobility aus und schafft den Spagat zwischen Usability auf Anwenderseite und einer sicheren und skalierbaren Mobility-Lösung aus Sicht des Unternehmens bzw. der IT-Abteilung. Folgen für das Unternehmen sind eine gesteigerte Produktivität, zufriedene Nutzer sowie eine schnelle und bessere Informationsbasis.

Aus Sicht des Resellers bietet das Thema Mobility großes Potenzial für Beratung und Dienstleistung. Auf dem Weg hin zur optimalen mobilen Umgebung stellen sich viele Hürden für Ihren Endkunden. Die Frage ist nicht, ob sich Ihr Kunde mit dem Thema Mobility beschäftigen wird, sondern nur wann und mit welchem Partner.

Stefan Schwarz
#Stefan Schwarz

Stefan Schwarz

Business Development Manager

Stefan Schwarz ist als Business Development Manager Apple bei ALSO für die Entwicklung des B2B und Education Geschäfts im Apple Markt verantwortlich. Neben den Apple Bereitstellungsprogrammen (DEP & VPP) und AppleCare ist er Ansprechpartner für die Apple Version der E-Commerce Lösung ALSO MyStore (–professionelle E-Commerce-Lösung für Apple Partner). Privat ist der 37-Jährige Familienvater passionierter Fotograf, überzeugter Apple User und leidenschaftlicher Basketball Spieler.

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