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Mobiles Lernen mit Apple und ALSO

25.11.2014, Ein Beitrag von Stefan Schwarz

Umsatzchancen im Bildungsmarkt

Wer dieses Jahr die Didacata in Stuttgart besucht hatte, konnte eines live und hautnah spüren: das Thema „mobiles Lernen“ bewegt den Bildungsmarkt. Speziell das iPad weckt mehr und mehr das Interesse der breiten Masse. Die Erfahrungen aus dem privaten Bereich reichern die Fantasie von Lehrern an und zeigen ihnen einen Weg hin zum aufgabenbasierten Lernen. Neben dem Gerät selbst, das vor allem durch seine intuitive Bedienung bei Lehrern und Schülern punktet, sind es die vielfältigen Möglichkeiten der Plattform Apple, die begeistern. Bereits die Standard-Applikationen wie Mail, Kalender, Kontakte, Safari und Nachrichten machen das Gerät zum allseits beliebten digitalen Begleiter.

Darüber hinaus bietet Apple mit den iWork- und iLife-Programmen, die mit jedem neuen Gerät kostenlos aus dem App Store heruntergeladen werden können, die Basis zur Erstellung jeglicher Art von Inhalten. Vorträge können beispielsweise in Keynote vorbereitet und, durch eigens erstellte Videos mit iMovie, kreativ aufgewertet werden. Lehrer können ihren Unterricht mit eigens erstellten iBooks oder iTunes U-Kursen interaktiv gestalten. Zusätzlich unterstützt das iPad mit seiner speziellen Technologie im Bereich Sonderpädagogik, was in Diskussionen um das Thema Inklusion völlig neue Ansätze ermöglicht. Das geschlossene Sicherheitskonzept rundet das Gesamtpaket ab. Zahlreiche Apps und Inhalte von Drittanbietern, speziell für das Thema Bildung, machen das iPad zur idealen Lösung für mobiles Lernen.

Der Bildungsmarkt birgt ein riesiges Potenzial.

In Deutschland gibt es ca. 34.000 Schulen, ca. 1 Mio. Lehrer und ca. 12 Mio. Schüler. Die Marktdurchdringung von Tablets in Schulen ist aktuell noch verhältnismäßig gering. Das föderalistische Bildungssystem bringt mit sich, dass es in Deutschland länger dauert, bis sich ein Thema großflächig durchsetzt. Wenn man unseren Markt über einen langen Zeitraum betrachtet, hat sich jede Technologie irgendwann bewährt (Whiteboards, Notebooks, PCs, Overhead-Projektoren, Taschenrechner). In den Siebzigern hat niemand wirklich daran geglaubt, dass jedes Kind einen Taschenrechner benötigt und die Eltern diesen bereitwillig bezahlen.

Wir stehen also nicht vor der Frage, ob sich das iPad im Unterricht großflächig durchsetzen wird, sondern nur wann. In den letzten Monaten nahm das Thema deutlich an Fahrt auf. Schulen stehen im Wettbewerb und müssen sich positionieren. Sie werden sich bezüglich der Projektumsetzung an Partner wenden, die hier die höchste Expertise aufweisen können. Anders als beim Taschenrechner gehört zu einem erfolgreichen iPad-Projekt eine Menge mehr als der reine Verkauf der Hardware. Genau an diesem Punkt wird es interessant für den Channel. Themen wie die WLAN-Infrastruktur, Mobile Device Management, Datenschutz und -sicherheit, Trainings für Lehrer und Projektfinanzierung sind komplex und beratungsintensiv.

In diesen Bereichen sind die wenigsten Lehrer Experten und es gehört nicht zu den Kernaufgaben ihres Berufs. Zusätzlich betrachten sie das Thema aus einer anderen Perspektive und haben nicht die Zeit, sich auch noch intensiv mit der technischen Umsetzung auseinanderzusetzen. Sie brauchen einen kompetenten Partner, der ihnen diese Aufgaben abnimmt und ihnen einen Weg zu ihrem Ziel aufzeigt, damit sie sich weiterhin aufs Wesentliche in ihrem Beruf konzentrieren können. Der Bildungsmarkt ist eine Chance für Fachhändler und Systemhäuser, sich von der breiten Masse abzuheben.