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Titelbild: Apple Pay – Die digitale Geldbörse
25.11.2014 - Michael Meinert

Apple Pay – Die digitale Geldbörse

Am 9. September gegen 20 Uhr deutscher Zeit präsentierte Tim Cook die revolutionäre Apple Watch

Wer sich bisher mit digitalen Bezahlsystemen befasst hat, kam eigentlich immer zum gleichen Schluss: Ist eine tolle Sache, wird sich aber nicht so schnell durchsetzen. Auch deshalb, weil es heute umfangreiche Technologien und Interessensvertreter mit eigenen Standards gibt.

Genau das hat Tim Cook angesprochen, als er auf der Keynote sagte: „Most people that have worked on this have started by focusing on creating a business model that’s centered around their self-interest instead of focusing on the user experience. We love this kind of problem. This is exactly what Apple does best.“

 

Apple Pay

 

Direkt im Anschluss wurde das digitale Bezahlsystem von Apple vorgestellt, welches einfach, komfortabel und absolut sicher sein soll. Sie merken bereits am Konjunktiv: Da Apple Pay zwar angekündigt, aber in Deutschland noch nicht auf den Markt gebracht wurde, konnte man diese Adjektive auch noch nicht überprüfen. In der Theorie hört es sich aber fantastisch an!

Ein Sicherheitssystem, das selbst beim Verlust des iPhones keinerlei Daten preisgibt.

 

Ein Bezahlsystem, das sich bei digitalen Einkäufen direkt aus der App heraus anwenden lässt und welches das Zahlen an der Ladenkasse auf einen Daumenabdruck auf der Touch ID oder eine Handbewegung mit der Apple Watch reduziert. Eine digitale Geldbörse, welche alle Kreditkarten enthält, einfach indem man sie zu Hause fotografiert und eine Sicherheitsabfrage der Bank bestätigt. Ein Sicherheitssystem, das selbst beim Verlust des iPhones keinerlei Daten preisgibt. Weder muss man die Kreditkarte sperren lassen noch Angst vor falschen Abbuchungen haben. Im Notfall führt man einfach eine Fernlöschung des iPhones durch.

Doch der größte Vorteil ist meines Erachtens ein anderer: Apple weiß bei Transaktionen nicht, was man gekauft hat.

Wird dies wie versprochen umgesetzt, ist das für mich ein guter Grund, Apple Pay zu nutzen. Nur ungern möchte ich ein weiteres Mosaik in meinem digitalen Profil liefern, welches eine Datenkrake für teures Geld an werbetreibende Unternehmen verkauft. Indem Apple diese Daten verschlüsselt und dabei auch meine Kartendaten intelligent durch eine Device Number ersetzt, ähnelt mein Gefühl des digitalen Einkaufs einer Barzahlung an der Kasse: Es geht schnell und ist für Dritte nicht nachzuvollziehen.

 

Apple Pay MacBook

 

Abrundend kommt hinzu, dass Apple in Amerika das gleiche Kunststück gelungen ist, welches schon mit iTunes praktiziert wurde: Direkt zum Start haben ein Großteil der amerikanischen Kreditinstitute und viele bekannte Retailer, Stores und Händler angekündigt, Apple Pay anzubieten. Damit löst Apple das lange vorherrschende Henne-Ei-Problem und beweist einmal mehr, dass es nicht nötig ist, der erste Player in einem neuen Markt zu sein – es geht darum, einen nachvollziehbaren Mehrwert zu schaffen. Genau dies ist Apple wieder einmal gelungen.

Fazit

Übrigens: Auch in Deutschland planen viele Händler in Bezahlsysteme mit NFC (Near Field Communication) zu investieren und damit die technische Grundlage für Apple Pay zu schaffen. Seitens der Banken hat die Sparkasse großes Interesse an einer Beteiligung mit Apple Pay.
Michael Meinert
#Michael Meinert

Michael Meinert

Leiter Business Unit Apple

Michael Meinert ist bei ALSO verantwortlich für die Business Unit Apple und beschäftigt sich damit privat wie beruflich mit seinem Lieblingshersteller. In einem überwiegenden Großteil der Zeit macht ihm das auch Spaß. Sein berufliches Projekt für 2018 heißt „New Work“ und hat als Ziel, die starre Arbeit am Firmen-Desktop durch mobile und flexible Workflows am iPad Pro zu ersetzen. Privat wird der Schwerpunkt auf der Fotografie mit seinem neuen iPhone X und der Adobe Creative Cloud liegen. Übung macht (hoffentlich) den Meister.

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