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Titelbild: Der neue Mac Pro
26.03.2014 - Stefan Schwarz

Der neue Mac Pro

Perfektioniertes Understatement

Endlich ist er da, der neue Mac Pro und es freut mich persönlich sehr, dass ich den Beitrag in unserer ersten Ausgabe des ALSO Apple Magazins schreiben darf.

Die gesamte Kreativ-Branche wartet seit Jahren auf den neuen Superrechner von Apple. Endlich ein neues Gerät mit aktuellen Schnittstellen, einem Gehäuse, das man selbst öffnen kann, um Speicher, Festplatten, CPU und Grafikkarten zu tauschen.

„Moment, was ist das? Ein Eimer, ein Schirmständer, ‚Darth Vaders‘ Version von ‚R2D2‘? Er ist winzig und nicht intern erweiterbar, bietet keine optischen Laufwerke und die Grafikkarten sind nicht tauschbar …“ So, oder so ähnlich lauteten die ersten Statements im Netz zum neuen Mac Pro.

Apple schreibt selbst „Für einen großen Schritt vorwärts muss man manchmal komplett die Richtung ändern … So ist etwas vollkommen Neues entstanden. Etwas, das radikal anders ist als alles davor. Etwas, das sich dem Status quo entgegenstellt.“ Fest steht, wie immer wenn Apple ein neues Produkt auf den Markt bringt, so polarisiert auch der neue Mac Pro.

Apple ist bekannt dafür, keine Kompromisse bei der Entwicklung neuer Produkte einzugehen. Der Ansatz bei einem neuen Produkt geht immer vom Kundennutzen aus. Technische Daten im Datenblatt spielen eine untergeordnete Rolle. Dennoch empören sich immer wieder viele darüber, wenn das neue Produkt nicht eine Vielzahl von Schnittstellen, Einschüben und Laufwerken hat. Oft drehen sich Diskussionen im Netz darum, was der Mac Pro „nicht ist“ oder was er „nicht hat“. Sollte man sich nicht als Erstes die Frage stellen, was man mit dem neuen Produkt machen kann?

Wer das tut, wird feststellen, dass der neue Mac Pro ein wirklich großartiges Gerät ist. Die Kombination aus enormer Leistung in einem kleinen und vor allem leisen Gehäusedesign mit schnellen Schnittstellen und einem abgestimmten Betriebssystem ist einzigartig im Markt.

Lange Zeit war in erster Linie die Leistungssteigerung im Bereich der CPU der Gradmesser für ein performantes System. In den letzten Jahren haben die Entwickler mehr und mehr die GPU in ihre Applikationen eingebunden. Weil die GPU bestimmte Operationen besser abarbeiten kann, sind in Summe deutlich größere Leistungssprünge möglich. Apple setzt beim neuen Mac

Pro auf Prozessoren der neuen Intel Xeon E5 Generation und duale AMD FirePro GPUs aus dem Hause AMD. Zusammen mit der neuen Final Cut Pro X Version ist der neue Mac Pro z. B. das optimale Werkzeug für die Videobranche im Umgang mit 4K-Filmmaterial.

 

Mac Pro Von Allen Seiten

Massenspeicher

Ein Flaschenhals bei Desktopworkstations waren lange Zeit auch der Datendurchsatz und die Zugriffszeiten beim Massenspeicher. Konventionelle SATA-Festplatten haben den Vorteil der großen Speicherkapazität und des im Verhältnis günstigen Preises, der Datendurchsatz und die Zugriffszeiten sind aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Lösung dafür ist Flashspeicher. Während in konventionellen Systemen nach wie vor SSDs über den SATA-Bus angeschlossen werden, geht Apple einen neuen Weg im Desktop-Markt und bindet den Flashspeicher über die PCIe-Schnittstelle an. Szenarien wie das Starten des Rechners, Öffnen von Programmen, Kopieren von Daten oder das Importieren von Foto- und Videomaterial werden dadurch spürbar schneller. Noch deutlicher wird das Ganze, wenn mehrere Vorgänge parallel abgearbeitet werden.

Formfaktor, Anschlüsse, Erweiterbarkeit

Besonders in Anwendungsszenarien, bei denen große Datenmengen anfallen, die bei der Verarbeitung schnell im Zugriff sein müssen, stellt sich die Frage, wie diese Daten gespeichert werden können. Ein Anwendungsszenario, bei dem man erfahrungsgemäß nie genug Leistung haben kann, ist der Videoschnitt. Der Umgang mit 4K-Rohmaterial verlangt dem Speichersystem einiges ab. Um dem Anwender einen verzögerungsfreien Workflow zu ermöglichen, werden daher Lösungen benötigt, die große Speicherkapazität mit schnellem Datendurchsatz und niedrigen Zugriffszeiten kombinieren. Über die sechs Thunderbolt 2-Anschlüsse kann man am neuen Mac Pro Thunderbolt 2-RAID-Systeme anschließen oder ihn per Fibre Channel Adapter direkt ans SAN anbinden. Mittels dieser Technologien erhält der Anwender auch beim Massenspeicher – je nach Konfiguration – Datendurchsatzraten jenseits der 600-MB/s-Grenze bei gleichzeitig niedrigen Zugriffszeiten. Angenehmer Nebeneffekt, der durch die Trennung des Datenspeichers vom Mac Pro entsteht, ist der weiterhin niedrige Geräuschpegel, wenn man das Thunderbolt 2-RAID-System abseits vom Schreibtisch platziert. Der Anwender bleibt somit in dem Genuss der niedrigen Geräuschentwicklung des neuen Mac Pro.

Neben der Anbindung von Speichersystemen können zum Beispiel auch bis zu sechs Thunderbolt Displays oder bis zu drei 4K-Displays gleichzeitig am neuen Mac Pro betrieben werden.

4K-Displays stellen die nächste Stufe im Bereich der Ausgabe des hochauflösenden Video- und Bildmaterials dar. Ähnlich wie bei der Vorstellung des Retina Displays löst das Erlebnis der hohen Auflösung bei der breiten Masse der Konsumenten einen starken „Haben-will“-Effekt aus. Während die Fernsehgeräte für den Konsum von 4K bereits im Handel erhältlich sind, ist das verfügbare Angebot an professionellen Monitoren zur Erstellung des Contents noch überschaubar. Auf der CES in Las Vegas wurden kürzlich die ersten Modelle vorgestellt, die preislich in Regionen vordringen, welche gemeinhin als bezahlbar gelten. Mit dem neuen Mac Pro ist man optimal für die Zukunft gerüstet.

 

Fazit

In Summe ergibt die Hardware im neuen Mac Pro, gepaart mit OS X Mavericks, dem fortschrittlichsten Desktopbetriebssystem der Welt, ein extrem leistungsfähiges Gesamtpaket in einem ansprechenden und angenehm leisen Gehäusedesign.

Anwender können sich auf das konzentrieren, was sie machen. Ob aufwendige Bildkompositionen mit vielen Ebenen erstellt werden oder der nächste Hollywood-Blockbuster geschnitten wird – das verwendete Werkzeug soll bestmöglich unterstützen und dabei selbst unauffällig im Hintergrund arbeiten. Das funktioniert am besten in einem abgestimmten System aus Hard- und Software. Egal, ob Mac, iPhone oder iPad – jedes einzelne Gerät wurde von Apple individuell entwickelt und bietet im Zusammenspiel mit OS X Mavericks oder iOS7 ein großartiges Nutzererlebnis.

Wieder einmal geht Apple einen neuen Weg. Einmal mehr wurde bei der Entwicklung tausendmal „Nein“ auf dem Weg zu einem „Ja“ gesagt. Persönlich bin ich bereits jetzt davon überzeugt: Der neue Mac Pro wird seinen Kunden ein großartiges Nutzererlebnis bieten.

So arbeitet und denkt man bei Apple, so entstehen großartige Produkte und aus diesem Grund trägt der neue Mac Pro den Schriftzug „Designed by Apple in California – Assembled in the USA“.

Stefan Schwarz
#Stefan Schwarz

Stefan Schwarz

Business Development Manager

Stefan Schwarz ist als Business Development Manager Apple bei ALSO für die Entwicklung des B2B und Education Geschäfts im Apple Markt verantwortlich. Neben den Apple Bereitstellungsprogrammen (DEP & VPP) und AppleCare ist er Ansprechpartner für die Apple Version der E-Commerce Lösung ALSO MyStore (–professionelle E-Commerce-Lösung für Apple Partner). Privat ist der 37-Jährige Familienvater passionierter Fotograf, überzeugter Apple User und leidenschaftlicher Basketball Spieler.

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